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Lokalnachrichten

Schwäbisch Gmünd | Freitag, 03. September 2010

Die Bedeutung von sozialen Netzwerken für Unternehmen stand im Mittelpunkt der fünften Business Lounge im Schlachthof

Fast jeder tut’s. Von den großen Stars bis hin zum Otto-​Normalbürger – Facebook, Xing, Twitter und all die anderen Netzwerke boomen. Die Frage, warum sich Unternehmen in Sozialen Netzwerken engagieren sollten, stand im Mittelpunkt der fünften Business-​Lounge, die gestern Abend im Alten Schlachthof Gmünd stattfand.

SCHWÄBISCH GMÜND (nb). Referent des Abends war Wilfried Schock. Er ist Inhaber einer Fachagentur für Marketing in Communitys und Social Networks und war unter anderem Mitarbeiter in der Unternehmensentwicklung bei KWICK!.
„Social Media“ lautete das Thema des Vortrags, der für die Zuhörer alles andere als langweilig war. Sicherlich auch, weil 80 Prozent der Anwesenden selbst soziale Netzwerke nutzen, wie die Veranstalter mittels einer Umfrage im Vorfeld herausgefunden hatten. So nutzen im geschäftlichen Bereich 57 Prozent der Besucher das Netzwerk Xing, 23 Prozent Facebook und 14 Prozent Twitter. Privat nutzen 21 Prozent Xing, 57 Prozent Facebook und sieben Prozent Twitter. Und: 46 Prozent sind Mitglieder der Gmünder Xing-​Gruppe.
Daten und Fakten standen auch im Mittelpunkt des kurzen Films, der zu Beginn des Vortrags gezeigt wurde. Wie bedeutend Online-​Netzwerke heutzutage sind, wurde durch Sätze wie „Wenn Facebook ein Land wäre, dann wäre es das viertgrößte in der Welt“ deutlich. Der O-​Ton des Kurzfilms: „Social Media ist keine Modeerscheinung.“ „Das ist die Zukunft“, sagte auch GD-​Event-​Geschäftsführer Martin Warzywoda, der gestern Moderator der Business Lounge war.
„Social Media ist eigentlich eine Spielerei von jungen Menschen, die nichts besseres zu tun haben“, leitete Wilfried Schock seinen Vortrag ein und gab damit wider, was einige Nichtnutzer von Online-​Netzwerken denken. Doch das sei eine Fassade, so Schock. Hinter dieser verberge sich ein ernstzunehmendes Phänomen.
Marktzugang, Marktwissen, Wirtschaftlichkeit und Kostenvorteile nannte er als Schlagworte. Zudem seien Facebook und Co. der „effizienteste Weg der Neukundengewinnung“. Dass dies nicht nur im unternehmerischen Bereich, sondern auch in der Politik so ist, machte Schock am Beispiel des US-​Präsidenten Barack Obama deutlich, der ja auch im Web fleißig um Wählerstimmen geworben hatte. „Dieser hat verstanden, was mit Social Media zu machen ist und wie man Leute werben kann“, so Schock.
Weiter habe man mit Social Media die Möglichkeit, Zielgruppen direkt zu erreichen sowie vorhandenen Bedarf zu entdecken und Kaufinteresse zu wecken. Kundenbindung lautete ein weiteres Stichwort am gestrigen Abend. Schock zeigte am Beispiel des Online-​Verkäufers Amazon auf, wie man als Anbieter ohne großes Zutun Käufer werben kann. Ganz einfach: Diesen Part den Kunden selbst überlassen. So können bei Amazon (und anderen Online-​Verkäufern) ja Produkte bewertet werden; Interessenten sehen dann, welches Produkt von den meisten empfohlen wird. „Produkte werden wir nicht mehr suchen, Produkte werden uns finden“, blickte Wilfried Schock in die Zukunft.
Wenn auch unbewusst, seien die sozialen Netzwerke nach google die zweite Anlaufstelle im Internet, „die wir täglich mehrfach nutzen“. Von den 500 Millionen Facebook-​Nutzern seien mindestens 250 Millionen pro Tag aktiv. 16 Millionen Nutzer gibt es derzeit in Deutschland (inklusive den In-​Aktiven). Mit Barack Obama, der derzeit 12 981 550 Fans im Facebook hat (aktueller Stand gestern Abend), kann wohl (mit Ausnahme von Lady Gaga etc.) keiner mithalten, doch eine „Freunde“-Anzahl von 500 kriegt auch so mancher Otto-​Normalbürger hin.
„Das macht deutlich, welche Reichweite social media hat“, sagte Schock und beamte eine Facebook-​Seite von einem jungen Mann an die Leinwand, der 1574 „Freunde“ hat. Das nutzt ihm insofern, dass er einen Club besitzt und mithilfe des Sozialen Netzwerkes Werbung machen und immer mehr Freunde bzw. Kunden gewinnen kann. Schock: „Man kann alle einladen und es kostet nichts.“
Klar, dass durch solche Plattformen auch ein immenser Informationsaustausch da ist oder, wie es Schock formuliert: „Facebook ersetzt die Funktion von 30 schwäbischen Hausfrauen mit Kehrwoche.“
Doch wie ist die Vorgehensweise? Vor allem in Bezug auf die Gmünder Einzelhändler, wollten die Gäste gestern Abend genaue Beispiele. Schock zeigte dies anhand eines imaginären Schuhhauses Müller auf, das sich mit einer imaginären Lisa vernetzt, die in Facebook 261 Freunde hat. Diese werden über diese Vernetzung informiert. Dann richtet das Schuhhaus eine Fanpage ein, der Lisa beitritt. Auch darüber werden alle 261 Freunde informiert. So einfach ist es. Oder doch nicht? Ein Besucher teilte diese und weitere Ansichten von Wilfried Schock nicht. „Die Empfehlung für den Einzelhandel in Gmünd ist falsch.“ So einfach sei das nicht und sowieso sei Social Media nichts für die Zukunft. Schock ging darauf ein, sagte, dass man Prioritäten setzen müsse und beendete den Vortrag mit den Worten: „Mitgestalten oder zurückbleiben. Ihr Business. Ihre Entscheidung.“ Im Anschluss an den Vortrag standen Petra Seifert, Moderatorin der Gmünder Xing-​Gruppe, sowie Karin Schwenk (Mitinhaberin GD-​Event), die Facebook professionell zur Vermarktung von Events nutzt, für Fragen zur Verfügung.

Hinweis: Dieser Artikel wurde vor 2606 Tagen veröffentlicht.


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