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Nachrichten Schwäbisch Gmünd

Drei Tage lang mit Gepäck durch den Schwarzwald oder in sechs Tagen 770 Kilometer mit dem Rad

Im Musiksaal des Hans-​Baldung– Gymnasium wurden gestern Abend die Goldabsolventen des Internationalen Jugendprogramms durch Landrat Klaus Pavel ausgezeichnet. Die ersten Sechs im ganzen Ostalbkreis, die die hohen Anforderungen erfüllt haben. Von Heinz Strohmaier

Donnerstag, 20. Januar 2011
Rems-Zeitung, Redaktion
1 Minute 48 Sekunden Lesedauer

SCHWÄBISCH GMÜND. Ziel des Jugendprogramms ist es, die Schülerinnen und Schüler in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu unterstützen Zu absolvieren sind selbst gestellte Aufgaben im Bereich Fitness, soziale Dienste, Talentförderung und Projekte. Dieses Jugendprogramm ist fest in das Schulprogramm des HBG integriert. Insgesamt rund 40 Schülerinnen und Schüler machen dort derzeit mit und versuchen als höchstes Ziel nach Bronze und Silber auch die Goldstufe zu erreichen. „So nimmt die soziale Komponente einen festen Platz am HBG ein und ist auch im Schul-​Sozial-​Curriculum zusammengefasst und verabschiedet.
Die Schüler stellten ihr eigenes Programm selbst vor. Im sozialen Bereich waren die Aufgaben u.a. in der Schülermitverwaltung, Helfer bei Ferienfreizeiten, Hilfe bei den Ministranten oder auch in der Fliegergruppe. Schon etwas exotischer ist da ein Judokurs für Senioren.
Die Förderung der eigenen Talente waren im musikalischen Bereich anspruchsvolle Stücke auf dem Klavier, mit der Querflöte, das Schreiben einer Gedichtserie oder Kinderbuchs oder der Bau eines Modellflugzeugs.
Unter das Thema „Fitness“ fielen dann zwei Gemeinschaftsprojekte, die auch ausführlich vorgestellt wurden. Zum einen die Expedition im Schwarzwald, bei der man zu Fuß 80 Kilometer mit vollem Gepäck und Verpflegung zurücklegen musste und man unterwegs nur Wasser fassen durfte. Unter dem Motto „Du kannst mehr als du glaubst“ hatten die Teilnehmer dann auch ein Fotobuch zusammengestellt und es mit „Die Blume vom Schwarzwald“ betitelt. Als nette Geste erhielten am Ende alle Besucher eine Blume aus dem Schwarzwald, die die Schülerinnen und Schülern am Wegesrand gefunden hatten.
Als „zwei Alpenkönige“ fühlten sich Alexander Müller und Maximilian Busold, die ihre Alpenüberquerung mit dem Rad auch visuell darstellten, ehe sie von Landrat Klaus Pavel ihre Gold-​Urkunden ausgehändigt bekamen. Pavel war begeistert und sagte, dass man solche Ereignisse sein Leben lang nicht vergisst. Das vermittelt Gemeinschaftsgefühl, Kameradschaft und Freundschaft, wenngleich diese Begriffe heute fast schon als antiquiert gelten und man heute ganz einfach „Sozialkompetenz“ dazu sagt. „Diese Auszeichnung ist etwas Besonderes“, sagte Pavel, weil sie auch zum ersten Mal im Ostalbkreis verliehen werde. Für Pavel sind solche Dokumente bei einem Einstellungsgespräch genauso wichtig wie ein Zeugnis.
Für Bürgermeister Joachim Bläse steht mit dieser Auszeichnung fest, dass das Hans-​Baldung-​Gymnasium das beste in Baden-​Württemberg ist. Bläses Dank galt aber auch den betreuenden Lehrerinnen, Ute Ordu und Linda Wurst, die bereit seien, mehr zu tun, über den eigentlichen Unterricht hinaus. Diese Aufgaben prägen einen auch fürs ganze Leben. Bläse: „Wenn ich sehe, was in der Schule möglich ist, dann bin ich stolz auf Euch!“

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