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Volleyball, Regionalliga: Team um Trainer Martin Feistritzer muss sich im Kellerduell dem TSV Schmiden geschlagen geben

Hängende Köpfe, Tränen und Erklärungsnot – die Spielerinnen der DJK Gmünd waren nach der 2:3-Heimpleite gegen den TSV Schmiden bedient. Verdient hatten sie das Kellerduell der Regionalliga verloren und stecken jetzt mitten im Abstiegskampf. Das Team muss die Niederlage schnell aus den Köpfen bekommen, denn schon am nächsten Wochenende steht gegen Freiburg eine richtungsweisende Partie an. Von Patrick Tannhäuser

Montag, 31. Januar 2011
Rems-Zeitung, Redaktion
2 Minuten 9 Sekunden Lesedauer

„Wir sind jetzt mitten im Abstiegskampf gelandet“, sprach DJK-​Coach Martin Feistritzer nach der 2:3-Niederlage deutliche Worte. Erschreckend war vor allen Dingen die Leistung, die seine Frauen in den Sätzen zwei, drei und fünf zeigten. „Ich weiß nicht, was in den Spielerinnen vorgeht. Das war teilweise vogelwild“, legte Feistritzer nach. Dabei hatte das Spiel gegen den TSV Schmiden doch ganz gut für die Gmünderinnen begonnen. Zwar war der Mannschaft schon im ersten Durchgang eine gewisse Unsicherheit anzumerken, dennoch ging dieser mit 25:22 an die Gastgeberinnen. Ein Erfolgserlebnis, das eigentlich Selbstvertrauen hätte geben müssen, aber weit gefehlt. Nur wenige Minuten waren gespielt, da sah sich die DJK in Satz zwei mit 1:8 im Hintertreffen. „Man hat gesehen, dass die Nerven blank liegen. Da ist dann alles unsicher, wackelt die Annahme, das Zuspiel und der Angriff“, analysierte der Gmünder Trainer und stellte fest: „Der Kopf ist das Hauptproblem.“ Der Willen zu siegen, war den Gmünderinnen nicht abzusprechen. Sie wehrten sich, zeigten Moral und kämpften sich wieder bis zum 9:9-Ausgleich heran. Schmiden ließ sich von dieser Aufholjagd aber nicht beirren, setzte sich erneut ab und machte den 25:19-Satzerfolg klar. Noch bitterer für die DJKlerinnen war der Verlauf des dritten Satzes, der mit 25:18 an die Spielerinnen aus Schmiden ging. Nur in der Anfangsphase konnte Gmünd Paroli bieten. Trainer Feistritzer konnte nur zusehen, wie sein Team immer verunsicherter wurde. Dem Coach sind die Hände gebunden, weil die Alternativen fehlen. Der schon kleine Kader schrumpfte am vergangenen Samstag noch weiter zusammen, da Miriam Tischer – eigentlich eine feste Größe im Team – krankheitsbedingt eigentlich nicht einsetzbar war. Nur kurz wechselte Feistritzer sie ein, um der jungen Svenja Baur eine Verschnaufpause zu gönnen.
Trotz der beiden Satzverluste gab sich die DJK nicht auf und erzwang mit einem 25:19-Erfolg im vierten Satz den entscheidenden Tie-​Break. Doch dieser verkam zu einem richtigen Debakel. Nach dem 0:4 beantragte Feistritzer eine Auszeit. Seine eindringlichen Worte verpufften aber schnell wieder. Schmiden zog auf 10:2 davon und ließ in der Folge nichts mehr anbrennen. Mit 15:10 wurde der Sieg perfekt gemacht.
Nach dem letzten Ballwechsel hätten die Gefühlslagen der beiden Mannschaften kaum unterschiedlicher sein können. Während auf Seiten des TSV Schmiden der Jubel groß war, flossen bei den Gastgeberinnen die Tränen. Team und Trainer verzogen sich schnell in die Kabine. Nach dieser Niederlage geht das Abstiegsgespenst bei der DJK um. „Wir müssen jetzt in Freiburg gewinnen“, so Feistritzer. Die Gmünderinnen rutschten durch das 2:3 auf den achten Platz ab. „Dieser wird nicht unbedingt für den Klassenerhalt reichen“, will Feistritzer mit einem Erfolg im Badischen schnell wieder den Anschluss an einen definitiven Nicht-​Abstiegsplatz schaffen. „Unsere Leistung hat nichts mit dem Können zu tun. Wir müssen unser Potenzial nur abrufen“, ist sich Feistritzer sicher.
DJK Gmünd: Höger, Merinsky, Schneider, Denzinger, Rössler, Buchner, Tischer, Baur.

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