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Normannia-​Stürmer trainiert Straßenkicker in der Oststadt /​Ein Brückenprojekt für Jugendliche, die nicht zu Vereinen finden

„Unser Superstar ist Beniamino Molinari!“. Da waren sich die Jugendlichen aus dem Mühlweg einig, die seit einigen Wochen Sonntagvormittags auf dem Hartplatz beim Norma-​Spielplatz zum Training zusammenkommen.

Donnerstag, 14. April 2011
Rems-Zeitung, Redaktion
1 Minute 28 Sekunden Lesedauer

SCHWÄBISCH GMÜND (pm). Am Sonntagvormittag nahm sich Bürgermeister Dr. Joachim Bläse die Zeit, um bei dem Training nicht nur zuzuschauen, sondern gleich mitzukicken. Er ließ sich regelrecht anstecken von der Fußballbegeisterung der Jugendlichen. Er musste aber auch die Erfahrung machen, dass einem als untrainiertem Gelegenheitsfußballer bald die Puste ausgeht. Im Gespräch erläutert Bläse die Chancen dieses Brückenprojektes für Jugendliche, die den Weg aus unterschiedlichen Gründen nicht in die Vereine finden. In seiner Funktion als Sportbürgermeister möchte er sich auch für vereinsungebundene Sportangebote in der Stadt einsetzen. „Der erst kürzlich auf den Weg gebrachte Sportentwicklungsplan hat deutlich aufgezeigt, dass wir in Schwäbisch Gmünd in diesem Bereich noch zulegen dürfen“, so Bläse. Umso erfreulicher sei es, dass Beniamino Molinari als Oststadtbewohner gleich zugesagt habe, bei diesem Integrationsangebot als Trainer mitzumachen, freut sich Bläse über dieses Engagement des FCN–Stars. Um Fairplay im Mannschaftsspiel, um Verlässlichkeit und Rücksichtnahme, um sportlichen Ehrgeiz aber auch Verlieren können, darum geht es bei diesem Integrationsprojekt im Rahmen des „Stärken vor Ort“-Programms.
„Diese Fußballertugenden sind gerade im Alltag von großer Bedeutung, es sind Kompetenzen, die ein junger Mensch braucht, wenn er sich im späteren Berufsleben behaupten will“, erklärt Stadtteilkoordinator Bernhard Bormann, der mit den beiden Pädagogen des Jugendtreff Ost, Gazmend Boci und Ruth Reinert-​Grimminger, das Projekt auf den Weg gebracht hat. Dieses Förderprogramm, das in der Oststadt, auf dem Hardt und in der Innenstadt Kleinprojekte für Frauen und Jugendliche ermöglicht, läuft nun im dritten Jahr. Es sind Fördergelder des Europäischen Sozialfonds, die mithelfen sollen, dass diese Gruppen größere Chancen bekommen, sich auf dem Arbeitsmarkt zu behaupten. Beobachtung am Rande: Neben den Jugendlichen hat Molinari gleich eine Bambini-​Mannschaft „am Hals“. Über 20 Kinder aus der Oststadt wollen genauso mitkicken und die trainiert „ihr Superstar“ als Dreingabe im Anschluss. Molinari: „Ich kann halt nicht nein sagen – schließlich sind meine beiden Jungs ja genauso begeistert unter diesen Nachwuchs-​Kickern.“

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