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Nachrichten Schwäbisch Gmünd

Mesnerverband der Diözese feierte gestern mit Bischof Gebhard Fürst im Heilig-​Kreuz-​Münster sein 100-​jähriges Bestehen

Viele hundert Mesnerinnen und Mesner trafen sich gestern in Gmünd, um ein bedeutendes Jubiläum zu feiern, denn vor 100 Jahren wurde in Ulm der erste Mesnerverein der Diözese Rottenburg-​Stuttgart gegründet. Dieses Jubiläum feierte der Verband mit einem Festgottesdienst im Münster und mit einem Festvortrag im Stadtgarten. Von Dietrich Kossien

Freitag, 13. Mai 2011
Rems-Zeitung, Redaktion
3 Minuten Lesedauer

SCHWÄBISCH GMÜND. Alle zwei Jahre veranstaltet der Mesnerverband in der Diözese Rottenburg-​Stuttgart einen Begegnungstag, der nun schon zum dritten Mal in Gmünd stattfindet. Über 750 Teilnehmer aus der ganzen Diözese trafen sich zu dem Treffen in Gmünd im Stadtgarten und wurden dort mit einem Platzkonzert der Kolpingkapelle empfangen, die sie dann, geleitet von ihrem Dirigenten Udo Penz, in einer Prozession mit der Mesner-​Standarte ins Heilig-​Kreuz-​Münster begleitete. Dort feierte man mit Bischof Gebhard Fürst, Weihbischof Johannes Kreidler und zahlreichen Mesnerpräsides einen Festgottesdienst in der bis auf den letzten Platz gefüllten Kirche.
Münsterpfarrer Robert Kloker begrüßte alle im Heilig-​Kreuz-​Münster und stellte heraus, dass es nichts Alltägliches sei, wenn mit Bischof Gebhard Fürst und Weihbischof Johannes Kreidler gleich zwei Bischöfe ins Münster kämen. Er freue sich darüber, dass die Mesner hier ihr Jubiläum feierten. Besonders hieß er auch Oberbürgermeister Richard Arnold willkommen. Zuvor hatten Stephan Beck an der Orgel und Hans-​Peter Buck (Trompete) mit feierlichen Klängen den Einzug begleitet.
Nach der Lesung und dem Evangelium freute sich Bischof Fürst darüber „im wunderbaren Münster, in dem man dem himmlischen Jerusalem ein Stück näher ist“, das Jubiläum feiern zu können. Die Mesnerinnen und Mesner täten tagtäglich Dienst, gäben diesen Dienst von Generation zu Generation weiter und wirkten so mit am Reiche Gottes. Die Diözese sei nicht nur reich an Bauten, sondern auch reich an Menschen, die an der Vorbereitung der Gottesdienste mitwirkten. Dafür danke die Diözese. Der Dienst der Mesnerinnen und Mesner sei auch ein Zeugnis des Glaubens. Auch ihr Dienst sei eine Führung und Anleitung dahin, Glauben leben zu können. Und er hob hervor, dass Gott sie in besonderer Weise dahin führe, wozu sie berufen seien, und Gottes Geist präge und führe sie.
Bischof Fürst erinnerte dann an die große Bedeutung, die der Mesnerdienst habe. Er stellte aber auch die Frage, wie es damit weitergehen werde. Er hob dazu hervor, dass Jesus Christus ihnen immer wieder begegne und ihnen zurufe: „Ich bin bei euch…“ Der Bischof stellte heraus, dass die Kirche sie als Mitarbeiter am großen Heils– und Hoffnungsprojekt brauche.
Am Nachmittag fand dann ein Festakt im Stadtgarten statt, den ein Bläserensemble musikalisch eindrucksvoll eröffnete. Begrüßen konnte der Stellvertreter des Diözesanpräses, Pfarrer Hansjörg Nothelfer, der durch den Nachmittag führte, auch die Vertreter aus anderen Diözesen und weitere Ehrengäste. Ein Grußwort sprach Peter Werner als Diözesanleiter, der auch dem Bezirksleiter der Mesner, dem ehemaligen Münstermesner Paul Weinmann, dankte. Hauptaufgabe sei es, den Verband weiter nach vorne zu bringen und die Augen auch nicht vor Problemen zu verschließen.
Der stellvertretende Dekan des Ostalbkreises, Münsterpfarrer Robert Kloker (Schwäbisch Gmünd), begrüßte die Teilnehmer in der „Stadt der Kirchen und Klöster“ und in einem der größten Dekanate. Nachdem der Mesnerverband in der Stadt Ulm gegründet worden sei, habe man mit der Wahl Gmünds zur Jubiläumsfeier eine gute Wahl getroffen. Er hob hervor, dass eine Kirche, die nicht diene, zu nichts dienen würde. Die Mesner trügen demgemäß dazu bei, dass die Kirche eine glaubwürdige Kirche sei. Er wünschte, dass die Mesnerinnen und Mesner weiterhin mit Engagement und Begeisterung ihren Dienst versehen und stellte fest: „Mesnerinnen und Mesner sind ein Schatz für die Diözese“.
Ein Grußwort sprach dann der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der süddeutschen Mesnerverbände, Klaus Probst. Erinnernd an die zurückliegenden hundert Jahre bescheinigte er dem Mesnerverband Rottenburg-​Stuttgart, dass er auf diese Zeit stolz sein könne, nachdem der Verband wie ein Baum allen Stürmen Stand gehalten habe. Der Vertreter des evangelischen Mesnerbundes hob dann in seinem Grußwort hervor, dass das Psalmwort „Dienet dem Herrn mit Freuden…“ den Mesnern auf den Leib geschrieben und dass der Dienst des Mesners auch eine Sache des Herzens sei.
Nachdem Pfarrer Hansjürgen Nothelfer für die Grußworte gedankt hatte sprach Weihbischof Johannes Kreidler davon, dass die Mesner dieses Jubiläum im Schnittpunkt von Vergangenheit und Zukunft in Schwäbisch Gmünd feiern würden. Diese hundert Jahre des Bestehens seien auch hundert Jahre gelebte Treue.
In einer Rückschau auf diese hundert Jahre dankte er dafür, dass der Verband in diesen Jahren Wichtiges und Gültiges in der Diözese geleistet habe. Sodann ging der Weihbischof in seinem Festvortrag „Der Mesner im Dienst der Liturgie und der Gemeinde“ auf diesen wichtigen Dienst in der Kirche ein.

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