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KMD Hubert Beck wurde im Alter von 76 Jahren aus einem geistvollen Leben voller Schaffenskraft gerissen

Die Kirchenmusik-​Festivalstadt Schwäbisch Gmünd trägt in diesem Jahr Trauer: Kirchenmusikdirektor Hubert Beck ist im Alter von 76 Jahren überraschend verstorben.

Montag, 30. Mai 2011
Rems-Zeitung, Redaktion
1 Minute 31 Sekunden Lesedauer

SCHWÄBISCH GMÜND (hs). KMD Hubert Beck ist es nicht mehr vergönnt, die Eröffnung des diesjährigen Kirchenmusikfestivals unter dem Motto „Träume und Visionen“ zu erleben. Das 1989 aus der Taufe gehobene Musikereignis von internationalem Rang trägt von Anbeginn an seine Handschrift. Auch in diesem Jahr hatte er die Leitung eines Programm punkts „Die Patronin der Musik — Eine festliche Orchestermesse“ übernommen. Das gesamte kirchenmusikalische, mithin kulturelle Leben in Gmünd hätte ohne Hubert Beck in den letzten Jahrzehnten ganz gewiss nicht den hohen und stolzen Stellenwert erreicht. Untrennbar ist die Stadt mit dem Namen Hubert Beck verknüpft. Der leidenschaftliche Musikpädagoge und Künstler, der ab 1961 an der Gmünder PH unterrichtete, zählt auch zu den wichtigsten Pionieren der Gründung der Städtischen Musikschule, deren erster Leiter er wurde. Die Kirchenmusikschule der Diözese Rottenburg und die Musikhochschule Stuttgart waren gleichfalls Stationen seines Lebens– und Berufsweges. Im Laufe der Jahrzehnte seines Wirkens in Gmünd übernahm er für lange, kreative und anspruchsvolle Phasen die Leitung des Liederkranzes Straßdorf und des Liederkranzes in Bettringen sowie von weiteren Chören. Er war Gauchorleiter des Silchergaus. Mit die größten und nachhaltigsten Verdienste dieses ganz großen Musiklehrers der Stadt Schwäbisch Gmünd waren 1967 die Gründung des Philharmonischen Chores und die Erweiterung des Kammerorchesters zu einem Sinfonieorchester, der Philharmonie Schwäbisch Gmünd.
Auch Gründer der Städtischen Musikschule Schwäbisch Gmünd
Diese beiden Ensembles sind für eine Stadt in der Größenordnung von Schwäbisch Gmünd nahezu einmalig. Erfolge auch bei Konzertreisen im In– und Ausland blieben unter der musikalischen Leitung von Hubert Beck nicht aus. Er motivierte seine Chöre und Instrumentalensembles immer wieder zu Höchstleistungen, stellte aber auch an sich selbst diesen Anspruch, wenn er allein beispielsweise Orgelkonzerte im Münster bestritt. Für den sakralen Chorgesang im Münster und St. Franziskus, ebenso für die kirchliche Instrumentalmusik schlug sein Herz ganz besonders. Die Pädagogische Hochschule verlieh ihrem wohl bekanntesten und erfolgreichsten Musikpädagogen die Ehrenbürgerschaft. KMD Hubert Beck wurde ob seiner nationalen und auch internationalen Verdienste um Kultur und völkerverbindende geistreiche und geistliche Musik auch mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
Am Hauptort seines Wirkens, im Heilig-​Kreuz-​Münster, liegt ein Kondolenzbuch aus.

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