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Nachrichten Schwäbisch Gmünd

Rund 300 Teilnehmer bei der Demonstration am Bahnhof für den Bud-​Spencer-​Tunnel

„Die Partei“ hatte am Montagabend zu einer Demonstration zur Namensgebung für den B-​29-​Tunnel vor dem Gmünder Bahnhof aufgerufen.Rund 300 Teilnehmer, meist recht junge Leute waren gekommen.

Montag, 25. Juli 2011
Rems-Zeitung, Redaktion
1 Minute 39 Sekunden Lesedauer

SCHWÄBISCH GMÜND (has). Und weil Demonstrationen genehmigt werden müssen, waren die Verantwortlichen gestern Morgen auf dem Gmünder Rathaus, um die „Demo“ mit dem Ordnungsamt und der Polizei abzusprechen. Wie viele Teilnehmer kommen werden, weiß und wusste man nicht.
Die Partei hatte von „nur“ 50 gesprochen, Benedikt Elser rechnete mit 200 oder sogar 300, am Ende waren es nach Angaben der Polizei rund 300 Teilnehmer, ein Teil davon aber „nur“ Interesse halber, dabei auch die Tunnelfiltertüftler Bernd Müller und Achim Vonderach. Denen ist es vom Grundsatz egal, wie der Tunnel später heißen wird. „Hauptsache der Filter kommt“, sagt Bernd Müller. Und so war auch ein Transparent nicht zu übersehen mit der Frage „Wann kommt der Filter?“
Rund eine Stunde dauerte die Demo am Bahnhof. Der „Hauptredner“, Kevin Kallenberger vom Ortsverband „Die Partei“ (eine Partei, die keine ist), sprach von einer „friedlichen Revolution in Gmünd“ und davon, dass zum ersten Mal in der Gmünder Geschichte gewaltfrei für die Zukunft demonstriert werde (?). Die Demo sei für die Selbstbestimmung des Tunnelnamens. Selbstbestimmung heiße aber auch, dass man andere Meinungen respektiere. Die Entscheidung über den Tunnelname soll „frei“ gefällt werden, aber „mein Ziel bleibt der Name Bud-​Spencer-​Tunnel“ und er rief allen zu: „Wir können dieses Ziel erreichen!“
Es gehe um eine gemeinsame Zukunft mit Vernunft und Augenmaß. Viele Nachbarstädte und Länder würden die Auswirkungen dieser Entscheidung auch mit „Angst verfolgen“. Am Schluss wurde die Ansprache dann etwas „wirr“ als er sagte „Die Abstimmung in Gmünd kann viel Not, Elend oder auch Tote hervorrufen“ und dass in wenigen Tagen Weihnachten sei und er allen frohe Weihnachten und ein glückliches Jahr 2012 wünschte (?). Im übrigen habe er an der Ruine des alten Postamts ein Blumengebinde niedergelegt. Vereinzelt wurden Zettel unterschrieben wo die Demo-​Teilnehmer erklärten, dass sie aus Gmünd stammen und dass der Gemeinderat diese Demo nicht als Facebook-​Flashmob abtun könne. Der Sohn von Künstler Walter Giers ging danach noch ans Mikrofon und meinte, dass man in Gmünd schon einen Fehrle-​Steg und eine Maria-​Kahle-​Schule habe. Und beide seien nationalsozialistische Künstler gewesen. Und dann hallte es laut: „Bud Spencer yeah!!“
Rund 100 Demonstranten zogen danach noch in die Innenstadt und zeigten sich dort auch als „echte Spaßgesellschaft“. Viele mit Bierflaschen ausgestattet und der Alkohol zeigte bei manchen auch schon Wirkung.

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