Direkt zum Inhalt springen
Startseite Rems-Zeitung bei Facebook  Rems-Zeitung bei Google+  Rems-Zeitung bei Telegram  Rems-Zeitung bei Twitter  Rems-Zeitung bei Flipboard  Rems-Zeitung Alexa Skill  Rems-Zeitung als E-Paper  Kontakt
Ihre Ansprechpartner in der Lokalredaktion
Die Geschichte der Rems-​Zeitung
Ihre Ansprechpartner in der Werbeberatung
Unsere Mediadaten als PDF
Unsere Themenwelten /​Sonderveröffentlichungen
Ihre Ansprechpartner im Bereich Abo und Service
Kostenloses Probeabo
Kennenlernabo für Neukunden
Aktionsabo für Neukunden
Klassikabo / Digitalabo
Unser Leser werben Leser Prämienprogramm
Nachsendung und Lieferunterbrechung
Übersicht Leserreisen
Übersicht Bücher und mehr
Private Kleinanzeige online aufgeben
Schwäbisch Gmünd
Rosenstein
Lorch
Leintal/Frickenhofer Höhe
Schwäbischer Wald
Waldstetten/Stuifen
Welzheimer Wald
Ostalbkreis

Lokalnachrichten

» Schwäbisch Gmünd | Donnerstag, 28. Juli 2011

Facebook schadet dem Demokratie-​Gedanken

Ist es demokratisch, zwischen einem Internetflirt im Chatroom und einer Zigarettenpause auf dem Balkon per Mausklick für einen Bud-​Spencer-​Tunnel zu klicken?

Kommentar von Jörg Hinderberger

Wollen junge Menschen wirklich in der städtischen Politik aktiv mitwirken, wenn über 50 Prozent von Ihnen nicht Mal den Weg zur Wahlurne kennen? Aber dafür in Facebook protestieren und prinzipiell erst mal alles Gute schlecht finden? Macht es womöglich Sinn, die nächste Bürgermeisterwahl per Mausklick über Facebook zu machen, am besten noch mit einem anonymen Profil? Demokratie besteht aus mehr als nur aus einem Heben des Zeigefingers auf der Computer-​Tastatur. Das Internet ist eine tolle Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen. Aber es sind virtuelle Kontakte. Die Kinder und Jugendlichen leben immer mehr in einer Scheinwelt. Wer nicht in Facebook ist, der hat wohl entweder keine Freunde oder gehört zur älteren Generation. Hilft mir jedoch mein Facebook-​Freund, wenn ich eine Brust zum Anlehnen brauche? Was bedeutet es, eine eigene Meinung zu haben? Wenn 80 000 per Mausklick für einen Bud-​Spencer-​Tunnel klicken, aber 250 000 leider nicht in Facebook sind oder keine Lust haben zu klicken, da sie eine eigene Meinung haben, muss der Gmünder Tunnel dann wirklich nach einem Filmstar bezeichnet werden? Ein demokratischer Ansatz ist, dass es Wahlmöglichkeiten gibt. Wegen mir auch in Facebook. Bud-​Spencer-​Tunnel klingt toll, aber Demokratie würde bedeuten, dass 60 000 Gmünder ins Rathaus gehen, und ihr Kreuz unter dem Bud-​Spencer-​Tunnel setzen. Das wäre ein Ansatz von Demokratie. 300 Teilnehmer kamen zur Demo für den Bud-​Spencer-​Tunnel nach Gmünd. Von 80 000 Facebook-​Klicks nicht mal ein Prozent, denn dafür hätten zumindest 800 Teilnehmer bei der Demo mitmachen müssen. Facebook ist super, um ins Gespräch zu kommen. Aber Demokratie sieht anders aus.

Veröffentlicht von Rems-Zeitung, Sportredaktion.
Lesedauer: 70 Sekunden.

Digital als Ausgabe-PDF oder klassisch mit Trägerzustellung:
Testen Sie die Rems-Zeitung 10 Tage kostenlos und unverbindlich!

Hinweis: Dieser Artikel wurde vor 2670 Tagen veröffentlicht.


QR-Code
remszeitung.de/2011/7/28/facebook-schadet-dem-demokratie-gedanken/