Direkt zum Inhalt springen

Nachrichten Sport

Gmünder Schachteam trotzt dem Titelfavoriten

Noch nie war eine Deizisauer Mannschaft (8:2) in solch starker Aufstellung angetreten wie in der fünften Runde der Oberliga gegen das Gmünder Team (6:2). Mit einer durchschnittlichen Leistungszahl von 2240 gegenüber 2162 der Gmünder war das Team vom Neckar klarer Favorit. Doch die Einheimischen ließen sich nicht beeindrucken und waren beim 4:4 dem Sieg näher als die Gäste.

Samstag, 21. Januar 2012
Rems-Zeitung, Redaktion
1 Minute 50 Sekunden Lesedauer

(ta). „Mit der letzten Partie war der Sieg noch möglich“, zog Mannschaftsführer Andreas Weiß Bilanz und fügte hinzu: „Aber das Ergebnis entspricht den Leistungen der beiden Mannschaften.“ Obwohl an sechs Brettern der Deizisauer Spieler seinem Gmünder Spielpartner nominell teilweise deutlich überlegen war, hielten die Stauferstädter beherzt dagegen. „Leider haben unsere Mittelbretter nicht gut ausgesehen“, wies Weiß auf die einzige Schwäche in dieser Begegnung hin. Dafür klappte es bei den anderen umso besser. Zuerst kam Matthias Reichert (1899) zu einem Remis gegen Markus Brenner (2067). Obwohl der Deizisauer besser aus der Eröffnung kam, bot er das Unentschieden an, was der Gmünder annahm. Wieder einmal makellos war die Leistung von Paul Held (2178). Gegen Sascha Mareck (2095) wickelte er ein sauberes Positionsspiel ab, in dem sein Gegner von Zug zu Zug immer mehr Probleme bekam und schließlich nach dem Verlust zweier Bauern aufgab. Gar nicht zufrieden mit seiner Partie war Andreas Weiß (2140) gegen die Deizisauerin Vesna Misanovic (2285). Den Bauernverlust nach einem schweren Fehler konnte der Gmünder nicht mehr ausgleichen und verlor. Jürgen Gulde (2035) blieb gegen die zweite Spielerin der Gäste, Marina Manakov (2224), glücklos. Nach einem Fehler musste er schnell aufgeben. Nach der Hälfte der Partien lag Gmünd 1,5:2,5 hinten. Doch nun krönte Brett-​Eins-​Spieler Frank Zeller (2387) sein starkes Spiel mit einem Sieg gegen den stärksten Spieler der Oberliga, Großmeister Tomas Polak (2521). Gegen sein starkes Angriffsspiel fand der Deizisauer kein Mittel. Auch Josef Jurek (2340) spielte an diesem Tag richtig stark. Gegen Jens Hirneise (2270) behielt er in einer komplizierten Stellung die Übersicht und gewann. Das Gmünder Team führte 3,5:2,5.
Pech hatte Andreas Hönick (2131), dass sich sein Gegenüber Bernhard Weigand (2197) in der gewählten Eröffnung bestens auskannte. Der Gmünder musste sich geschlagen geben – 3,5:3,5. Eine komplizierte taktische Stellung hatte Jewgeny Denisow (2188) auf dem Brett. In Zeitnot fand er nicht die Sieg bringenden Züge und Valeri Bronznik (2261) konnte sich mit Dauerschach ins Remis retten.
Weitere Ergebnisse: Stuttgarter SF I – Ebersbach 5:3, Stuttgarter SF II – Willsbach 4:4, Ulm – Pfullingen 5,5:2,5, Biberach – Schmiden/​Cannstatt 3,5:4,5.
Tabelle: 1. Stuttgart I 10:0, 25,0; 2. Deizisau 8:2, 23,5; 3. Gmünd 7:3, 23,0; 3. Schmiden/​Cannstatt 7:3, 21,0; 4. Ulm 6:4, 22,0; 5. Stuttgart II 5:5, 19,0; 7. Pfullingen 3:7, 18,5; 8. Biberach 2:8, 17,0; 9. Ebersbach 1:9, 16,5; 10. Willsbach 1:9, 14,5.

14 Tage kostenlos und unverbindlich testen?
Das RZ-Probeabo - digital oder klassisch mit Trägerzustellung

3087 Aufrufe
442 Wörter
4509 Tage 6 Stunden Online

Beitrag teilen

Hinweis: Dieser Artikel wurde vor 4509 Tagen veröffentlicht.


QR-Code
remszeitung.de/2012/1/21/gmuender-schachteam-trotzt-dem-titelfavoriten/