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Lokalnachrichten

» Ostalb | Donnerstag, 29. März 2012

Lorcher Ehrenbürgerwürde an Walter Kübler verliehen

Der ganze Saal stand auf und applaudierte lang und laut. Gestern verlieh die Stadt Lorch ihrem Altbürgermeister Walter Kübler im Bürgerhaus die Ehrenbürgerwürde.

Von Manfred Laduch
LORCH. Was in Lorch Rang und Namen hatte und hat, konnte Bürgermeister Karl Bühler gestern begrüßen. In seiner Laudatio hob er hervor, dass Kübler in seiner Amtszeit „korrekt in der Amtsführung, pflichterfüllt, menschlich und voll des Humors stets auf die Einhaltung der demokratischen Spielregeln geachtet, andere Meinungen angehört und – sofern es irgendwie ging – den Ausgleich gesucht, dabei doch immer das Ganze ins Auge gefasst und sich notfalls auch gegen beträchtliche Widerstände durchgesetzt“ habe. Er sei Fachmann mit Können, Weitblick und Engagement gewesen.
Lang war die Liste der Projekte,
die Kübler gemanagt hatte
Kübler habe sich stets als „Schultes“ gesehen – zunächst in Waldhausen, später in der Gesamtstadt Lorch. Daneben habe er fast 30 Jahre lang dem Kreistag angehört – erst in Gmünd, dann in Aalen. Immer wieder habe er sich in das örtliche und überörtliche Kirchen– und Vereinsleben eingebracht. Bühler erinnerte daran, dass Kübler die mittlerweile leider wieder eingeschlafenen Waldhäuser Festtage ins Leben gerufen hatte.
Lang war die Liste der Projekte, die Kübler beim Auf– und Ausbau der Infrastruktur gemanagt hatte. Von Kindergärten und Schulen war ebenso die Rede, wie von Straßen und Baugebieten. Mit dem Beginn der Ortskernsanierung Lorch und der Dorfentwicklung Weitmars habe Kübler über seine Amtszeit hinaus Impulse zur Neugestaltung gesetzt.
Intensiv habe er um die Selbstständigkeit Waldhausens gekämpft, aber genau so überzeugt die Integration nach Lorch vorangetrieben, als feststand, dass an der Eingemeindung kein Weg vorbei führte. Zum Zeitpunkt seines Ausscheidens 1980 seien alle maßgeblichen Zusagen des Vereinigungsvertrags vollzogen gewesen.
Genau darin liege Küblers Verdienst für Lorch und Waldhausen: Dass er die beiden Gemeinden und deren Bevölkerung auf einen gemeinsamen Weg gebracht und die Weichen für eine positive Zukunft gestellt habe. Das habe der Gemeinderat mit der Verleihung der Ehrenbürgerschaft würdigen wollen.
Kübler bedankte sich herzlich für die Ehrung, in die er auch seine leider dauerhaft erkrankte Ehefrau einbezogen sah, mit der er seit 65 Jahren verheiratet ist. Er sei stolz in Lorch zu sein, der alten Stauferstadt, die doch erst in den vergangenen Jahrzehnten aus dem Dornröschenschlaf erwacht sei. Er lobte das gesamte Rathaus-​Team, auf das er sich immer habe verlassen können. Besonders auch, wenn er wieder einmal Bürokratie mit Pragmatismus übergangen habe. Mit den Worten des neuen Bundespräsidenten könne er nur feststellen: „Dies ist ein schöner Mittwoch“.
Ein Gedicht, in dem der für seine poetische Ader bekannte Ehrenbürger seinen Lebenslauf witzig zusammengefasst hatte, wurde von Küblers Tochter Gudrun vorgetragen. Darin hieß es „Ich hab den Schritt auch nie bereut, fand Arbeit viel und nette Leut’“. Selbst nach dem Ruhestand sei er „der Gschaftlhuber hier am Ort“ gewesen.
In den Grußworten dankten Pfarrer Christof Messerschmidt (Kübler war lange Kirchengemeinderat), Heiko Cammerer für die Waldhäuser Vereine („vielleicht gibt es ja doch einmal die 40. Waldhäuser Festtage“) und das Ehepaar Kurt und Rosemarie Wruck (Kübler hatte Waldhausens frühere Ortsvorsteherin und ihren Ehemann 1962 getraut) für das große Engagement des Geehrten.
Übereinstimmend erklärten sie, dass die Ernennung zum Ehrenbürger eine verdiente Würde für Walter Kübler sei. „Meine Liebe zur Kommunalpolitik geht auf Sie zurück“, betonte zum Beispiel Kurt Wruck.
Die Veranstaltung wurde musikalisch beeindruckend von sehr jungen Eleven der Musikschule Lorch umrahmt: Daniel Godeck (Klavier), Lena Außerlechner (Gitarre) und Anja-​Dorothee Fetzer (Klavier) spielten klassische Werke.

Veröffentlicht von Rems-Zeitung, Redaktion.
Lesedauer: 139 Sekunden.

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Hinweis: Dieser Artikel wurde vor 2424 Tagen veröffentlicht.


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