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Lokalnachrichten

» Schwäbisch Gmünd | Donnerstag, 24. Januar 2013

Am HBG freut man sich über G 9

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Der Wunsch, dass am Hans-​Baldung-​Gymnasium parallel zu G 8 auch wieder ein G 9-​Zug eingeführt wird, war in den vergangenen Monaten immer wieder Inhalt zahlreicher Gespräche. Nachdem man zum Schuljahr 2012/​2013 nicht zu den 22 auserwählten Schulen gehörte, ist es nun soweit: ab kommendem Schuljahr wird am HBG auch wieder G 9 angeboten.


SCHWÄBISCH GMÜND (nb). Offiziell bekanntgegeben wurde dies gestern auf einer Landespressekonferenz von Andreas Stoch, dem neuen Minister für Kultus, Jugend und Sport in Baden-​Württemberg.
Landtagsabgeordneter Klaus Maier (SPD), der vom Ministerium bereits am Mittwoch informiert wurde (die RZ berichtete), unterstrich beim gestrigen Pressegespräch am Hans-​Baldung-​Gymnasium, wie wichtig die Entscheidung für Gmünd und auch die umliegenden Gemeinden und Städte ist.
„Gmünd wird einen Standortvorteil haben“, sagte Maier auch mit Blick auf die privaten Gymnasien im Umland. Auch mit Anmeldungen aus dem Remstal wird gerechnet. Am Hans-​Baldung-​Gymnasium, so Maier, stimme alles; die Kompetenz ebenso wie die Erreichbarkeit (Bahnhofsnähe). Der Landtagsabgeordnete erinnerte gestern auch nochmals daran, mit welch großem Engagement sich die Eltern, die Lehrerschaft, die Schulleitung und die Gmünder Stadtverwaltung bereits im ersten Anlauf für eine Wiedereinführung von G 9 eingesetzt hatten. Dass damals anstelle des Hans-​Baldung-​Gymnasiums ein Aalener Gymnasium zum Zug kam, bezeichnet Maier – gerade wegen des großen Gmünder Engagements – auch heute noch als ärgerlich.
Wie bereits zum Schuljahr 2012/​2013 erhalten auch nun wieder 22 Gymnasien in Baden-​Württemberg die Möglichkeit, einen G 9-​Zug einzurichten. Die Verteilung, so erklärte Maier gestern, sei von der Größe der Landkreise abhängig gewesen. Und so wurden dem Ostalbkreis als drittgrößtem Landkreis abermals gute Chancen eingeräumt. Etwas Ärger gebe es nun in Göppingen und Ellwangen, berichtete Maier, der glaubt, dass man in Baden-​Württemberg – geht es nach den Eltern – zu rund einem Drittel G 8-​Gymnasien und zu zwei Dritteln G 9-​Züge einrichten könnte.
Bürgermeister Dr. Joachim Bläse sprach von einem Erfolg für die Eltern und die Kinder. G 9 sei immer ein Thema in Gmünd gewesen. Letztes Jahr seien alle ein bisschen enttäuscht gewesen, „es war ein super Konzept“. Bläse sprach zugleich von einem politischen Erfolg; dies auch mit Blick darauf, dass die Anzahl der ausgewählten Schulen auf 44 begrenzt war. Jeder G 9-​Schüler, der kommen wolle, erhalte einen Platz, kündigte Bläse an. Die Zentralität beschrieb er als wichtiges Anliegen, auch müsse für die Eltern die Sicherheit da sein. Wie viele Schüler sich für den G 9-​Zug am HBG entscheiden werden, darüber möchte der Rektor Manfred Reichert nicht spekulieren. Zunächst ist er einfach nur erfreut darüber, dass es im zweiten Anlauf geklappt hat. Glücklich ist er auch, dass die Einführung von G 8 nicht so schlimm war wie erwartet; „der größte Gau, nämlich dass die Kinder überfordert sind, hat nicht stattgefunden“.
Klaus Maier sprach gestern auch einen Erfolg an anderer Stelle an – die Einführung des Profils „Gesundheit“ an der Agnes-​von-​Hohenstaufen-​Schule (die RZ berichtete gestern); als nächstes Ziel beschrieb der Landtagsabgeordnete die Einführung der Gemeinschaftsschulen.
Auch MdL Stefan Scheffold (CDU) äußerte sich in einer Presseerklärung zum G 9-​Zug am HBG: „An sich sehe ich die Einführung von Schulversuchen zum neunjährigen Gymnasium kritisch. Schließlich haben unsere Schulen 50 Jahre Erfahrungen mit dem neunjährigen Gymnasium gesammelt.“ Daher sei eher eine klare Entscheidung für oder gegen ein achtjähriges Gymnasium gefordert. Hierbei müsste dann auch berücksichtigt werden, dass unsere beruflichen Schulen bereits einen neunjährigen Weg zum Abitur anbieten. „Ich freue mich aber selbstverständlich, dass die Bemühungen des Hans-​Baldung-​Gymnasiums jetzt endlich honoriert wurden, nachdem bei der letzten Vergaberunde teilweise Schulen und Städte den Zuschlag erhielten, die dies gar nicht unbedingt anstrebten.“

 

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