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Nachrichten Schwäbisch Gmünd

Tumult vor dem Gmünder Rathaus nach Festnahme eines abgelehnten Asylberwerbers

Etwa 30 Demonstranten aus der Gmünder Sammelunterkunft für Asylbwerber waren am Donnerstag ab 16 Uhr drauf und dran das Gmünder Rathaus zu stürmen. Die Polizei musste aus der Region etliche Streifenwagenbesatzungen zusammentrommeln, um das Rathaus zu schützen.

Donnerstag, 24. Oktober 2013
Rems-Zeitung, Redaktion
57 Sekunden Lesedauer

Anlass war die Verhaftung eines zur Festnahme ausgeschriebenen Afrikaners. Nach Angaben der Polizei war er sogar eine Zeitlang unter– und nun in Schwäbisch Gmünd wieder aufgetaucht. Das Regierungspräsidium hatte die Abschiebung verfügt, nachdem auch eine richterliche Entscheidung über die Ablehnung des Asylantrags vorlag und erneut bestätigt wurde. Wutentbrannt zogen nun gestern etwa 30 Landsleute und Mitbewohner der Sammelunterkunft mit Plaketen über den Marktplatz zum Rathaus und forderten einen sofortigen Gesprächstermin mit dem Oberbürgermeister. Der hatte hatte andere Verpflichtungen und war objektiv auch der falsche Prellbock, zumal sich Richard Arnold ja außergewöhnlich engagiert für arbeits– und integrationswillige Flüchtlinge einsetzt. Bei den Demonstranten handelte es sich auch nicht um jene Gruppe, die als „Kofferträger“ und bei der Stadt als Praktikanten beschäftigte Mitarbeiter bundesweit bekannt geworden war. Starke Kräfte der Polizei und des Kommunalen Ordnungsdienstes konnten die Szenerie beruhigen. Das Rathausportal blieb blockiert. Am Abend ließen sich die Afrikaner zu einer Sitzdemonstration nieder. Die Emotionen schaukelten sich auch bei den vielen Schaulustigen hoch. Es gab viele impulsive und wüste Kommentare auf beiden Seiten. Dank des besonnenen Einsatzes der Ordnungskräfte unter der Einsatzleitung des stellvertretenden Leiters des Gmünder Polizeireviers, Jürgen Vetter, konnte eine Eskalation verhindert werden.

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