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Lokalnachrichten

» Sport | Donnerstag, 14. November 2013

Kunstturnen, 1. Bundesliga: Daniel Popescu verlässt Schwäbisch Gmünd in Richtung Italien

Viele Tränen sind insbesondere bei den Mädchen geflossen, die ihren Daniel als Trainer und Freund sehr ins Herz geschlossen haben. Die Stimmung ist eine traurige, auch bei den Teamkameraden der Bundesligamannschaft.

Daniel Popescu ist dankbar für tolle vier Jahre in der Stauferstadt, aber auch traurig und enttäuscht, dass er hier keine Zukunft haben kann. Am 30. November verlässt Popescu den TVW in Richtung Italien, aber: „Er wird uns als Bundesligaturner erhalten bleiben und auch bei den Wettkämpfen in der nächsten Saison dabei sein“, erklärt Gmünds Bundesligatrainer Paul Schneider.
Der Schock saß tief, als Daniel Popescu seine Entscheidung im Kreis der verschworenen Turnergemeinschaft bekannt gab. Der Spitzenturner ist seit 2010 in Schwäbisch Gmünd, zunächst als Turner, dann mit der Zusatzaufgabe Trainer mit einer Halbtagsstelle aktiv. In diesen vier Jahren hat sich sehr viel getan, Daniel Popescu hat schnell Deutsch gelernt, ist angekommen hier in der Stauferstadt. Gemeinsam mit seiner Frau und seiner kleinen Tochter hat er sein Lebensglück gefunden. Popescu hat maßgeblich mit dazu beigetragen, dass die in Schwäbisch Gmünd trainierenden Turner da stehen, wo sie jetzt stehen.
Mit seiner Unaufgeregtheit, seiner Freundlichkeit hat er sich schnell Respekt und Anerkennung erarbeitet. Auch die Turngirls haben gerne mit ihm trainiert, haben ihren Daniel gern gehabt. Und wer kann schon von sich behaupten, von einem Olympiateilnehmer und Medaillengewinner trainiert zu werden, von ihm zu lernen, ihn als Vorbild nehmen zu können.
Jetzt fehlte zum Glück eigentlich nur noch eine entsprechende Stelle, um die Familie ernähren zu können und natürlich auch zur Sicherung des Alters, denn der Olympiateilnehmer ist mittlerweile 30 Jahre alt, Zeit also, sich auch um diese Dinge zu kümmern. Hier beginnt ein Teil großer Enttäuschung, denn Daniel Popescu hätte es sich sehr gut vorstellen können, gegebenenfalls auch mit einem auf zwei Stellen gesplittetem Engagement, junge Turnerinnen und Turner weit nach vorne zu bringen. Und wer wäre besser geeignet gewesen, dies in Schwäbisch Gmünd umzusetzen, als der aktive Turner, Trainer und Sportlehrer, der mit seiner offenen und freundlichen Art die Herzen der Kinder und Jugendlichen im Sauseschritt erobert hat. Aber es hat offensichtlich nicht geklappt mit einem Ganztagesjob, eine Hängepartie über Monate hat sich der junge Familienvater dann auch nicht zugemutet. „Daniel hätte bei uns ein Jahr Erziehungsurlaub gemacht und wir wollten dann für ihn eine Ganztagsstelle suchen. Jedoch hätten wir mit dem Angebot aus Italien nicht konkurrieren können. Das ist zu gut“, bestätigt Schneider, der es bedauert, einen wichtigen Trainer in Gmünd zu verlieren.
Immer wieder bekam Popescu Anfragen aus Deutschland und dem Ausland, stets hat er Gmünd die Treue gehalten. Aber dann kam ein Angebot aus dem italienischen Salerno, bei der dortigen Gymnastica, das man bei näherer und auch distanzierterer Betrachtung nicht ablehnen konnte, so auch Daniel Popescu nicht. Unbefristet eingestellt als Technischer Direktor wird der Turner und Trainer dort Turnerinnen und Turner im Alter von acht bis 14 Jahren in zwei Gruppen zu je fünf bis sechs Turner an den italienischen Spitzensport heranführen. Die Arbeitsbedingungen scheinen traumhaft zu sein, dennoch beschleicht den Sympathieträger Traurigkeit, wenn er daran denkt, dass er seine Jungs und Mädels, die auch er in den vergangenen vier Jahren tief ins Herz geschlossen hat, verlassen muss. Bereits am 30. November verlässt die kleine Familie Deutschland zunächst in Richtung Rumänien. Dort wird die kleine Alyssia Ana-​Maria getauft. Bereits Anfang Januar 2014 startet dann das Abenteuer Salerno, wo die Familie bereits heute mit offenen Armen empfangen wird.

Veröffentlicht von Rems-Zeitung, Redaktion.
Lesedauer: 140 Sekunden.

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Hinweis: Dieser Artikel wurde vor 1828 Tagen veröffentlicht.


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