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Heubacher Schüler in Tarragona

» Montag, 04. November 2013
Schon seit 21 Jahren besteht die Schulpartnerschaft zwischen dem Rosenstein-​Gymnasium Heubach und dem Instituto Martí i Franquès in Tarragona. Zwischen beiden findet jährlich ein Schüleraustausch der zehnten Klassen statt.
HEUBACH (gat). Dieser ist traditionell der Höhepunkt des gesamten Spanischunterrichts. In diesem Jahr nahmen an der fast zweiwöchigen Studienfahrt 41 Schülerinnen und Schüler daran teil, begleitet von den beiden Spanischlehrern Dr. Helmut Rössler und Uwe Wonnenberg. Auf dieser Reise werden sowohl die Spanischkenntnisse erweitert, als auch Interessantes von Land und Leuten in Erfahrung gebracht und das Sprachwissen angewendet.
Die Anfahrt war im Flug vergangen, wohl auch dadurch, dass man im Bus auf alles vorbereitet wurde, sowohl mit Arbeitsblättern als auch Hörübungen. Nach 15 Stunden kurzweiliger Busfahrt hatte man das Zwischenquartier in Roses erreicht, wo die Schüler auf den Gruppenzimmern oder am Strand ihre Erwartungen an die Gastfamilie austauschen und vergleichen konnten. Am nächsten Tag fuhr man nach Figueres, in die Geburtsstadt des berühmten Künstlers Salvador Dalí und bestaunte im Museum seine faszinierenden Kunstwerke. Anschließend kam die erste sportliche Herausforderung: Der Abstieg vom Kloster Sant Pere de Rodes nach Port de la Selva an der Costa Brava, der „wilden“ und nicht „braven“ Küste.
Noch am selben Abend wurden die deutschen Schüler auf dem Schulhof in Empfang genommen und von den Austauschschülern, mit denen man bis jetzt nur über E-​Mail, Facebook und Whatsapp Kontakt hatte, herzlich umarmt.
Jetzt konnte die außergewöhnliche und einzigartige Erfahrung beginnen: Tage mit sowohl kulturellen Exkursionen in katalanische Städte als auch zwei längere Wanderungen. Unter anderem auch auf den höchsten Gipfel des Montserrat, den Sant Jeroni, den man auf alten Pfaden mit einer Höhendifferenz von 800 Metern bestieg, und durch die beeindruckenden Schluchten des Montsant, einer Gebirgskette im Priorat, einem der besten Weinanbaugebiete der Welt.
Zwischen den anstrengenden Exkursionen war der Tagesausflug nach Barcelona herzlich willkommen und sicher einer der Höhepunkte der Reise. Dort besuchte man die Sagrada Familia, das Wahrzeichen Barcelonas, und auch den Parc Güell, beides vom katalanischen Künstler Antoni Gaudí entworfen. Einkaufen im Herzen der Metropole und auf den Ramblas den Straßenkünstlern zuschauen gehörte ebenfalls zum Programm.
Nicht nur hier, sondern vor allem in den Großstädten Barcelona und Tarragona ist einem auch an den unzähligen Flaggen mit den vier roten Streifen auf gelbem Grund, der katalanischen Senyera, das aktuelle gesellschaftspolitische Problem aufgefallen, der heiß diskutierte und umstrittene Wunsch vieler Katalanen nach Unabhängigkeit von Spanien. Erfreulich für die Lehrer war es zu erfahren, dass im Gymnasium in Tarragona immer mehr Schüler Deutsch als erste Fremdsprache wählen. Das Martí i Franquès ist eines der ganz wenigen Gymnasien in Spanien, wo Deutsch als erste und zweite Fremdsprache angeboten wird. Ihre Deutschlehrer wurden vom Erziehungsministerium eingeladen, vor Fremdsprachenlehrern darüber zu berichten, worin das Geheimnis einer derart langen, gut funktionierenden und erfolgreichen Schulpartnerschaft liege.
Dem Charakter einer Studienfahrt gemäß, haben die Heubacher Zehntklässler viel über Geschichte erfahren, vor allem durch die Führung durch die Altstadt Tarragonas, dem römischen „Tarraco“. Bei dieser Exkursion mussten die Schüler die Erklärungen der Führerin, der Mutter einer Gastschülerin, abwechselnd übersetzen und konnten so viel Erfahrung im Umgang mit der spanischen Sprache sammeln. Zusammen mit den Austauschschülern und deren Lehrern María José Redó und Jean-​Marc Segarra besuchten sie am letzten Tag auch Reus, den Geburtsort von Antoni Gaudí, und das Centre Gaudí, in dem man die Vorgehensweisen und Prinzipien von Gaudí anschaulich erfahren konnte. Anschließend wurden alle in das Restaurant „Masía Creixell“ eingeladen und mit Spezialitäten der mediterranen Küche verwöhnt.
Auch wohnten die Schüler gemeinsam mit ihren spanischen Austauschschülern dem Training der „Castellers“ (Menschenturmbauer) bei, das zum Erstaunen der Heubacher Schüler erst um 23 Uhr begann. Am folgenden Tag bei den Festaufführungen anlässlich des mittelalterlichen Marktes in der Altstadt Tarragonas konnten sie die angespannte Atmosphäre miterleben, als die verschiedenen Castellers in Gruppen von über hundert Mitwirkenden acht– und neunstöckige Menschenpyramiden bauten. Stolz erklärten ihnen ihre Gastschüler, dass diese Gemeinschaftssportart vor allem in der Provinz Tarragona gepflegt wird.
Für die meisten Schüler war der Höhepunkt aber doch der Ausflug zum Port Aventura. Dort konnte man mit der schnellsten oder der höchsten Achterbahn Europas fahren. Die Zeit in Tarragona ging viel zu schnell vorbei und beim Abschied flossen sowohl auf der deutschen als auch auf der spanischen Seite viele Tränen. Jedoch kann man sich auf ein Wiedersehen Anfang April freuen.

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Hinweis: Dieser Artikel wurde vor 1993 Tagen veröffentlicht.

Rems-Zeitung, Redaktion
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