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Lokalnachrichten

» Schwäbisch Gmünd | Montag, 16. Dezember 2013

Jahresrückblick der PH mit Verleihung der Ehrenbürgerwürde an Altrektor Manfred Wespel

Die Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd blickt auf ein erfolgreiches Studienjahr 2012/​13 zurück, in dem sie ihr Profil als Bildungsuni mit den drei starken Säulen Lehramt, Bachelor und Master sowie Weiterbildung weiter schärfen konnte.

SCHWÄBISCH GMÜND (bvs). PH-​Rektorin Prof. Dr. Astrid Beckmann wies in ihrem hochschulöffentlichen Jahresbericht am 11. Dezember auf den stetigen Wachstum der Bachelor– und Masterstudiengänge, den Ausbau der Angebote in der Fort– und Weiterbildung und den Start von berufsbegleitenden Studiengängen am neu gegründeten Zentrum für Wissenstransfer der PH Gmünd (ZWPH) hin.
Die Pädagogische Hochschule hat ihre wissenschaftlichen Schwerpunkte mit einem Fokus auf Bildung, Gesundheit und Interkulturalität im letzten Jahrzehnt stetig ausgebaut und bietet jetzt ein breites Spektrum in Bildungswissenschaften und Gesundheitsförderung.
Bei Neueinschreibungen schrieben sich zum Wintersemester 2013/​14 erstmals mehr Studierende in Studiengänge außerhalb des Lehramts ein. Insbesondere die Bachelor– und Masterstudiengänge in der Kindheitspädagogik/​Frühen Bildung und der Gesundheitsförderung sind inzwischen bedeutende Studienrichtungen der Hochschule. Die internationale Ausrichtung der PH wurde durch die erfolgreichen Absolventen im internationalen Doppelmasterprogramm Interkulturalität und Integration nochmals gestärkt. Innerhalb des Lehramts hat die PH in dem Jahrzehnt ihre Kooperationen in der Gymnasiallehrerausbildung mit Universitäten vertieft und die Berufsschullehrerausbildung mit der Hochschule Aalen konsolidiert. Im vergangenen Jahr hat die PH erneut große Erfolge beim Einwerben von Drittmittelprojekten zu verzeichnen.
Gleich drei Projekte gingen mit Förderung des Innovations– und Qualitätsfonds (IQF) des Wissenschaftsministeriums an den Start bzw. wurden bewilligt: ProVI zur Verbesserung der Beratungsqualität, der Aufbau eines Kompetenzzentrums in der Gesundheitsförderung und QUIF zur Verbesserung der Qualität in der Forschung. Eine weitere wichtige Entwicklung ist die Einrichtung einer Juniorprofessur zur Beratung in der Schule. Mit Unterstützung des Wissenschafts– und des Kultusministeriums konnte damit der langjährig bestehende Schwerpunkt Beratung und psychosoziale Entwicklungsförderung der PH Schwäbisch Gmünd weiter gestärkt und die Beratung weiter in die Lehrerbildung integriert werden – ein deutschlandweites Alleinstellungsmerkmal der PH.
Beim Thema Haushalt musste Beckmann auf sinkende Zahlen bei den verfügbaren Mitteln aus dem Landeszuschuss verweisen, die sich unter anderem durch Vorwegabzüge und hohe Zweckgebundenheit der Mittel ergibt. Für den neuen Solidarpakt mit dem Land erwartet sie daher eine erhöhte Grundfinanzierung, Planungssicherheit und die Flexibilisierung der Mittel.
Abschließend sprach die Rektorin den Studierenden des AStA ein großes Lob für das große Engagement aus und dafür, dass ihnen die Vorbereitung und Umsetzung der Verfassten Studierendenschaft an der PH Schwäbisch Gmünd hervorragend gelungen ist.
In Vertretung der Gleichstellungsbeauftragten Prof. Dr. Maria Brunner, die sich zur Zeit in einem Forschungssemester in Benin befindet, bewertete die stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte und Akademische Rätin Dr. Margarete Menz in ihrem anschließenden Jahresbericht das vergangene Studienjahr ebenfalls als erfolgreich. Der Anteil der Juniorprofessorinnen konnte von 50 Prozent auf 75 Prozent verbessert werden; der Anteil der Professorinnen insgesamt liegt konstant bei knapp 40 Prozent.
Auch im Bereich der laufenden Promotionen sind Frauen mit 60 Prozent vertreten. Die PH hatte schon im ersten bundesweiten Professorinnenprogramm erfolgreich Drittmittel eingeworben, die zum Beispiel für das Schülerlabor verwendet werden. Auch im Professorinnenprogramm II wird sie sich wiederum um Mittel für Gleichstellungsmaßnahmen bewerben. Die aktuell laufende Novellierung des Landeshochschulgesetzes verspricht Änderungen und einige Verbesserungen für die Gleichstellungsarbeit, die von der Landesregierung geplante Ämterzusammenführung der Gleichstellungsbeauftragten mit der Beauftragten für Chancengleichheit sieht Menz allerdings sehr kritisch.
Nach dem großen Erfolg der Kinderkrippe an der PH wird die Hochschule 2014 nun auch eine Kita für Kinder über drei Jahren eröffnen, weiterhin unter Leitung von Wippidu.
Damit ist die kontinuierliche, qualitativ hochwertige Kinderbetreuung, insbesondere für Studierende, gesichert.
Nach den Berichten verlieh Rektorin Beckmann Altrektor Prof. Dr. Manfred Wespel, der seit 1975 mit der PH verbunden ist und von 1978 bis 2008 Professor für Sprachwissenschaft und –didaktik sowie von 1998 bis 2002 Rektor war, die Ehrenbürgerwürde der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd.
In ihrer Laudatio begründet Beckmann dies mit zahlreichen Initiativen und Verdiensten Wespels für die PH und das Fach Deutsch. So betrieb er beispielsweise maßgeblich die Einführung des Studiengangs zur Realschullehrerausbildung, war Gründer und Leiter der Kinderuni zusammen mit Professor Körner bis Anfang 2013, hielt regelmäßig Vorträge und initiierte den Wissenschaftsaustausch mit Benin. Gerade durch die Einführung der Realschullehrerausbildung im Jahr 2000 erfuhr die PH Gmünd eine enorme Stärkung. Später bereitete er den Einstieg in das berufliche Lehramt mit dem Studiengang Ingenieurpädagogik vor, der von seinem Nachfolger dann realisiert werden konnte.

Veröffentlicht von Rems-Zeitung, Redaktion.
Lesedauer: 172 Sekunden.

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Hinweis: Dieser Artikel wurde vor 1822 Tagen veröffentlicht.


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