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Lokalnachrichten

» Schwäbisch Gmünd | Mittwoch, 18. Dezember 2013

Krippen-​Brauchtum in Herdtlinsweiler wird fortgesetzt

Galerie (1 Bild)

Viele Jahre lang hat Stephan Kirchenbauer-​Arnold in seiner Wahlheimat Herdtlinsweiler zur Weihnachtszeit Krippen aufgebaut, um damit Spenden zu sammeln für seinen Herzenswunsch, in der kleinen Dorfgemeinde eine Kapelle zu bauen. Die Scheunenkrippe beim „Alten Haus“ von Oberbürgermeister Richard Arnold zog immer viele Besucher an. Der Verein zur Dorfentwicklung Herdtlinsweiler hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Tradition ihres vor einem Jahr verstorbenen Mitgliedes fortzuführen.

Eine Krippe wird im ehemaligen Backhäuschen aufgebaut. Die dort ausgestellten großen Krippefiguren fand Stephan Kirchenbauer-​Arnold, der auf seinen weltweiten Reisen immer auf der Suche nach Krippen war, bei einem Indianervolk im Urwald von Paraguay. Zusammen mit der Herzogin von Württemberg war er dort zu Besuch und war von den Tonfiguren magisch angezogen. Er kaufte und verpackte sie und anschließend waren sie monatelang mit dem Schiff auf der Reise nach Herdtlinsweiler. Einem Engel wurde dabei leider ein Flügel abgebrochen.
Die zweite Krippe mit kleinen Figuren steht in einer Scheune von Josef und Elfriede Arnold. Diese Krippenlandschaft stammt aus Murcia in Spanien. Arme Frauen und Männer verkauften dort die aus Ton hergestellten Figuren, welche mit Leinen beklebt und anschließend farbig angemalt wurden.
Die dritte Krippe steht in der alten Feuerwehrgarage (Bushaltestelle). Diese stammt ebenfalls aus Südamerika. Vom Dorfentwicklungsverein liebevoll dekoriert sollen diese drei Krippen vom 4. Advent (22. Dezember) bis Mariä Lichtmess (02. Februar) den Besuchern offen stehen. Zur Eröffnung am 22. Dezember werden die Besucher ab 14 Uhr mit Glühwein und Punsch begrüßt, der gegen eine Spende zum Bau der Kapelle von Mitgliedern des Vereins ausgeschenkt wird
 

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