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Lokalnachrichten

» Schwäbisch Gmünd | Montag, 30. Dezember 2013

Inge und Karl-​Heinz Scheinert feiern heute ihre eiserne Hochzeit

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Während viele Bürger heute zurückblicken auf das Jahr 2013, wird das Ehepaar Scheinert die letzten 65 Jahre Revue passieren lassen – und das mit sehr zufriedenem Blick. Denn auch wenn das Leben nicht nur Schönes bereithielt, haben sie seit 65 Jahren mit das Wichtigste: ihre Liebe zueinander.

SCHWÄBISCH GMÜND (nb). Die beiden gebürtigen Dresdner haben heute vor 65 Jahren geheiratet. Kennengelernt hat sich das Paar bereits einige Jahre zuvor.
Gerade einmal 15 Jahre alt war Inge Scheinert, als sie dem ein Jahr älteren Karl-​Heinz am 2. April 1943 erstmals gegenüberstand. Es war der Tag, an dem die junge Frau mit ihrer Ausbildung begann. Der dunkelhaarige Bursche hatte die Aufgabe, die Namen der neuen Auszubildenden zu notieren; er arbeitete ebenfalls in dem Betrieb. Karl-​Heinz Scheinert konnte sich von Anfang an einen Namen besonders gut merken – Inge. Sie gefiel ihm vom ersten Augenblick an.
Doch bis zum trauten Glück dauerte es noch ein Weilchen; der Zweite Weltkrieg hielt Einzug. Im November 1944 wurde Karl-​Heinz Scheinert zum Militär eingezogen und Anfang Februar an der Ostfront verwundet. Im Heimatlazarett musste der junge Mann den Angriff auf Dresden miterleben.
Im Juli desselben Jahres wurde er aus englischer Gefangenschaft nach Gmünd entlassen, wo er zunächst bei Verwandten lebte. Als er im Frühjahr 1946 seine Mutter in Dresden besuchte, kam es zu einem Wiedersehen mit Inge. Sie verliebte sich in ihn. So sehr, dass sie, viele Briefe später und allen Gefahren zum Trotz, 1948 über die Grenze flüchtete.
Noch im selben Jahr heirateten die beiden dann in der Augustinus-​Kirche in Schwäbisch Gmünd. Auf ein großes Fest legten sie keinen Wert; es wurde in kleinem Rahmen gefeiert. „Es gab eine Schokoladentorte, die acht D-​Mark kostete“, so Inge Scheinert.
Es folgten sehr glückliche Jahre auf dem Rehnenhof, in Bettringen und in der Kiesäckerstraße, wo sie heute noch wohnen. Karl-​Heinz Scheinert arbeitete bis zu seiner Rente bei der Firma Leicht; seine Frau war in erster Linie Hausfrau und Mutter, später arbeitete sie im Verkauf. Vielen bekannt ist sie auch durch ihr langjähriges Engagement im Jugendtreff Ost. In der Freizeit liebte es das Ehepaar, gemeinsam mit den Kindern (geboren 1949, 1951, 1958 und 1969) im Schießtalfreibad schwimmen zu gehen. „Sie sind im Schießtal aufgewachsen“, so Karl-​Heinz Scheinert schmunzelnd. Auch heute noch genießen er und seine Frau es, dort baden zu gehen – sobald die Temperaturen wärmer werden, sind sie sehr oft dort anzutreffen. Auch in der DRK–Seniorenkegelgruppe sind beide noch aktiv.
Ihre geliebte grüne Oase im Schrebergarten, der unweit der Wohnung lag, haben sie Ende 2010 nach 35 Jahren aufgegeben. In den traditionellen Badeurlaub geht’s aber nach wie vor – einmal im Jahr reisen die Beiden in die Türkei.
Gefeiert wird der heutige Tag im kleinen Kreis; geplant ist auch wieder der Besuch des Gottesdienstes in der Augustinus-​Kirche. Zum zweiten Mal gefeiert wird dann im kommenden Jahr, wenn die ganze Familie zusammenkommt – neben den vier Kindern gehören auch fünf Enkel und vier Urenkel dazu.
 

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