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Lokalnachrichten

» Schwäbisch Gmünd | Sonntag, 05. Mai 2013

Ein Löwe auf dem Gmünder Kunstberg

Die Straßdorfer Wege zur Kunst sind um eine Skulptur reicher: Eugen Greiners Tierplastik „Sitzender Löwe“ wurde am Samstag im Beisein zahlreicher Kunstinteressierter enthüllt. Der Skulpturenpfad nimmt auf der Höhe seinen Fortgang, wenn auch zunächst ohne Fortsetzung hinab in die Stadt.

GMÜND-​STRASSDORF (rw). In der Kleingartenanlage auf der „Sonnenebene Gmünds“, wie Ortsvorsteher Werner Nußbaum die Hochfläche nannte, kamen am Samstagnachmittag um die 100 Gäste auf Einladung des Fördervereins Straßdorf zusammen. Das Jugendorchester des Musikvereins Straßdorf stimmte sie mit „Eye of the Tiger“ passend und schwungvoll ein. Unter den Gästen begrüßte der Ortsvorsteher auch Stadträte, darunter Celestino Piazza, „den tüchtigen Mitstreiter von Wege zur Kunst für deren Fortsetzung in die Innenstadt“, Eugen Greiners Tochter Theresia Prade und die Enkel Klaus Prade und Jürgen Greiner.
Nußbaum rief die Konzeption der von Wolfgang Hämmerle vor elf Jahren initiierten Wege zur Kunst in Erinnerung: Grundlagen sind Walter Kleins programmatisches Buch „Gmünder Kunst der Gegenwart“ von 1924 und die Kunst der „Vereinten Gegensätze“ im Gmünder Stadtgarten von 1984: beide belegen, dass in Gmünd im 20. Jahrhundert gültige Kunst entstanden ist. Das Albpanorama stehe in Korrespondenz zu den Skulpturen, gebe ihnen zusätzlichen Wert. „Auch wenn wir die Verlängerung zur Innenstadt vorerst ruhen lassen, konzentrieren wir uns auf die Fortsetzung oben. Aber wir warten auf ein Zeichen“, so der Straßdorfer Ortsvorsteher, der den zahlreichen Unterstützern dankte, „Straßdorf bekommt ein weiteres großes Kunstwerk“ – das neunte Objekt von „Wege zur Kunst“.
Die Kunst in der Landschaft lasse spüren, „dass wir etwas über unseren täglichen Kleinkram hinaus brauchen“, so Bürgermeister Julius Mihm. Die von Wege zur Kunst aufgestellten Skulpturen leisteten einen Beitrag zur „Gesamtkultur der Stadt“, das Projekt sei bedeutend, die Stadtverwaltung stelle sich der Herausforderung, den „Kunstberg“ in Straßdorf an die Stadt unten anzubinden, „aber wir brauchen eine eigene Anordnung, das geht nicht so schnell.“ Es brauche sowohl die geeigneten Objekte, die geistige Durchdringung für die Standorte und auch die glücklichen Zufälle. „Wir sollten uns die Zeit nehmen“, warb Mihm.
Museumsleiterin Monika Boosen ging auf Eugen Greiners Schaffen und den „Sitzenden Löwen“ ein, den der „modellierende Konditormeister“ in den 30er-​Jahren geschaffen habe, einige Jahre später als den populären „Liegenden Löwen“ im Stadtgarten.
Eugen Greiner, ausersehen, die väterliche Konditorei fortzuführen, sei wohl ein Autodidakt gewesen, der sich seinen eigenen Stil erarbeitete. Die Gmünder Fachschule für das Edelmetallgewerbe besuchte er, Anregungen könnte er von den Bildhauern J. W. Fehrle und Wilhelm Widemann übernommen haben. Nach Lehr– und Wanderjahren – auch auf einem Ozeandampfer – kam er zurück nach Gmünd. Seine Frau Thea Greiner, die Blumenmalerin, ermöglichte ihm ein Leben für seine Kunst. Und die bestand vor allem in der Tierplastik, gewonnen aus präziser Beobachtung, umgesetzt in klare Linien und einfache Formen, aber in individueller Charakteristik.
Enkel Jürgen Greiner enthüllte zusammen mit seiner Frau Claudia die Plastik, deren Blick in Richtung des fragilen Originals auf dem Hardt geht, wo sich Eugen Greiners „Tierpark“ befand: „Es macht uns stolz, dass der Löwe hier seinen Platz gefunden hat.“

Veröffentlicht von Rems-Zeitung, Redaktion.
Lesedauer: 121 Sekunden.

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Hinweis: Dieser Artikel wurde vor 2046 Tagen veröffentlicht.


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