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Nachrichten Schwäbisch Gmünd

Rems Total: Alle auf dem Weg zu Fluss

Zwar war elf Uhr an einem Sonntag doch für viele noch ein bisschen arg früh, aber dank der einhundertfünfzig Radfahrer, die sich in sechs Gruppen von Remseck auf den Weg gemacht hatten, war von Anfang an richtig Schwung auf dem Marktplatz.

Sonntag, 05. Mai 2013
Rems-Zeitung, Redaktion
2 Minuten 0 Sekunden Lesedauer

SCHWÄBISCH GMÜND (brd). Erster Bürgermeister Dr. Joachim Bläse stellte ein umfangreiches Tagesprogramm mit vielen Teilnehmern vor, Fanfaren und Trommlern hinter sich, die Gartenschau – Wohlfühl-​Oase vor sich und strahlende Sonne über sich. Passend zum Gleichstellungstag übertrug Gehörlosenseelsorger Herbert Baumgarten alles in Gebärdensprache, eine besonders schöne Geste an diesem Tag.
Anschließend hatte man dann die Wahl zwischen viel Information, etwa am Stand der Landesgartenschau GmbH, der Stadtwerke oder des ADFC oder man stellte sich gleich ganz wagemutig auf eines der Segways, um unter Anleitung gleich mal einen abgesteckten Parcours zu bewältigen. Man konnte sich auch dazu entscheiden, im Rollstuhl sitzend Türen zu öffnen oder in einen bereitgestellten Bus zu fahren. Eine ganz spannende und für Gmünd neue Erfahrung gab es im Prediger im „Dunkel-​Cafe“. Wolfgang Henke vom Blinden– und Sehbehindertenverband hatte mit freiwilligen Helferinnen das Refektorium so abgedunkelt, dass man nur mit Hilfe des Blindenstock in absoluter Dunkelheit seiner Stimme nach sich zu Tisch und Stühlen vortasten musste. Trotzdem selber Kaffee einschenken, Kuchen holen und am Ende bezahlen mit dem richtigen Kleingeld, das war ein ganz einprägsames Erlebnis. Weil es eh niemand sah, aß man den leckeren Kirschkuchen am besten aus der Hand und ließ die überreichte Gabel einfach liegen. Schließlich sah das Gebrösel unter dem Tisch ja auch keiner.
Eine begeisterte Dame war seit einem Schulausflug vor fünfzig Jahren nicht mehr in Gmünd gewesen und auch die fleißigen „Turmwächter“ der offenen Stadttürme berichteten von vielen, die manch alte Erinnerung zum Besten gegeben hätten. Zur Mittagszeit seien beispielsweise schon über hundert sehr interessierte Besucher auf dem Johannisturm gewesen. Nicht wenige genossen einfach wieder einmal einen Sonnentag in der Stadt, auf den Liegestühlen, den prächtigen orangefarbenen Sesseln mit Kaffee und Kuchen von der Lebenshilfe oder einem leckeren Cocktail vom Scheffoldgymnasium. Auf der Bühne war für Tanz und Musik („Limes-​Liner“) gesorgt und für die ganz Kleinen hat das Spielmobil vom Jugendhaus viel vorbereitet. „Was für ein schöner Sonntag“, um es mit dem Bundespräsident zu sagen.


Rems Total in Lorch: Unter den Kastanien vor dem Bürgerhaus hatte die Werbegemeinschaft eine Minigolf-​Anlage aufgebaut, die Stadtkapelle musizierte. Das Jugendhaus Leo betreute die kleinen Besucher. Im Kloster Lorch gab es die beliebte Greifvogelschau und Führungen über die Klostergeschichte, die Lorcher Chorbücher, das Stauferrundbild und die Heilkunst der Mönche. Am Abend beendete das Klosterkonzert des „Runden Kultur Tisches Lorch“ mit dem Vokalensemble „Pi mal Donna“ mit seiner Klangreise durch Raum und Zeit das Programm.

Und in Mögglingen: Die längste Kaffeetafel des Remstals, das war der Ehrgeiz der Mögglinger in der Nähe des Alten Schulhauses. Bei Kaffee und Kuchen, serviert vom Förderverein Miteinander leben, konnte man es sich wohl sein lassen. Bei Weizenbier und Sprudel natürlich auch.

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