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Lokalnachrichten

Freitag, 06. September 2013

Kommunen sprechen mit der Bundesnetzagentur

Am Mittwochabend waren die Bürgerinitiativen gegen die geplante 380-​kV-​Trasse wieder sehr aktiv. In Haselbach hat die BI Deinbach/​Haselbach das weitere Vorgehen besprochen, eine Fortsetzung der Unterschriftenaktion festgelegt und sie will bis zum 15. September alle gesammelten Punkte, die für die Raumwiderstandskarte relevant sind, an die Transnet weitergeben. In Hüttlingen haben mehrere Menschen ebenfalls am Mittwochabend demonstriert, darunter waren auch Teilnehmer aus Lorch, und mit Neonröhren auf die bedrohlichen Auswirkungen dieser Leitungen hingewiesen. Und am Donnerstag über die Mittagszeit haben sich die Vertreter der von der Trasse betroffenen Kommunen mit dem Vertreter der Bundesnetzagentur im Landratsamt in Aalen getroffen.

Mit einem Feldversuch zeigte die Bürgerinitiative Hüttlingen am Mittwochaben, dass es unter Hochspannungsleitungen Elektrosmog gibt. Die Idee zu dieser Art von Feldversuch hatte Josef Kowatsch, Sprecher der BI Hüttlingen. Er stellte sich die Frage, ob der Elektrosmog unter den Starkstromleitungen tatsächlich so stark ist, dass dieser die Röhren zum Leuchten bringt. Mit seinem Sohn habe er es dann ausprobiert. „Am besten funktioniert es mit einer 36-​Watt-​Röhre, aber es funktioniert auch mit allen anderen.“ Wie stark die elektromagnetische Strahlung genau ist, könne er nicht sagen, „dazu bräuchte man ein spezielles Messgerät“. Ein solches will sich die BI nun anschaffen.
Am Donnerstag nun kam es im Landratsamt Aalen zum Treffen vieler Bürgermeister (manche befinden sich derzeit im Urlaub) aus den betroffenen Kommunen mit dem Vertreter der Bundesnetzagentur, Dr. Heinz Jürgen Scheid. Hier sollte entschieden werden über die Fragestellung, die ein Gutachter beantworten soll. Beabsichtigt war zunächst auch, mit der Bundesnetzagentur gemeinsam ein Gutachten in Auftrag zu geben, damit auch eine Verbindlichkeit aller Auftraggeber an das Ergebnis hergestellt werden kann.
Doch davon will man jetzt abweichen, damit eine gewisse Neutralität der Bundesnetzagentur gewährleistet bleibt. Das rund zweistündige Gespräch war offenbar „sehr fruchtbar“ und die Bundesnetzagentur ist bereit, das Ergebnis dieses Gutachtens zu akzeptieren und gegebenenfalls die Leitung nicht zu bauen. Im Umkehrschluss wurde aber auch zugesagt, dass die Kommunen im Falle eines anderen Resultats aus dem Gutachten kooperativ mitarbeiten wollen.
Das größte Problem ist jetzt aber, einen entsprechend kompetenten Gutachter zu finden, nachdem Prof. Lorenz Jarass, der schon einmal ein Gutachten erstellt hatte, nicht mehr in Frage kommt. Jarass soll aber den Fragenkatalog zusammenstellen. Die Kosten des Gutachtens will vorerst der Ostalbkreis tragen und sollen dann auf die drei Kreise bzw. die Kommunen nach einem Verteilerschlüssel umgelegt werden.
Bis das Gutachten fertig ist, soll die TransnetBW das weitere Planungsverfahren aussetzen. Zumindest wird diese Forderung der Transnet direkt vorgetragen. Außerdem will man unmittelbar nach der Bundestagswahl alle Bundes– und Landtagsabgeordnete sowie die Regierungsverantwortlichen zusammen zu einem Gespräch einladen.
Eine weitere Nachricht machte den Kommunalvertretern erst recht Mut, ihren Kampf gegen die Leitung fortzusetzen: Die große HGÜ–Leitung (Hochspannungs-​Gleichstrom-​Übertragung, ein Verfahren der elektrischen Energieübertragung mit hoher Gleichspannung), die den Strom nach Hüttlingen bringen soll, werde nach neuesten Informationen erst im Jahr 2033 benötigt. Und bis dahin wird sich in der Stromversorgung noch sehr viel verändern.

 

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