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Lokalnachrichten

» Schwäbisch Gmünd | Freitag, 07. November 2014

Neues Kompetenzzentrum für Gesundheitsförderung an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd

Die Pädagogische Hochschule ist längst keine „Lehrerbildungsanstalt“ mehr, sondern versteht sich als Bildungs-​Uni. Die Gesundheitsförderung setzt auch pädagogische Fähigkeiten voraus – und auf diesem Sektor hat die PH für die Studierenden und als Dienstleister sehr viel zu bieten.


Von Gerold Bauer
SCHWÄBISCH GMÜND. Gestern wurde im Rahmen einer Feier und im Beisein von Vertretern aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft an der PH das „Kompetenzzentrum für Gesundheitsförderung“ eröffnet. Seit dem Jahr 2007 gibt es dort einen Bachelor-​Studiengang für Gesundheitsförderung, und seit 2010 kann man in dieser Fachrichtung in Gmünd auch den Grad eines „Master of Science“ erwerben. Der Zusatz „of Science“ war mehreren Rednerinnen und Rednern gestern besonders wichtig, denn – so wurde mehrfach hervorgehoben – die Ausbildung in Sachen Gesundheitsförderung werde nicht nur mit hohem Praxisbezug vermittelt, sondern auch so, dass die Absolventen für ein wissenschaftlich fundiertes Arbeiten qualifiziert werden.
„Dieser Studiengang trägt zweifelsfrei zur Profilierung der Hochschule sowie der Stadt und der Region bei“, zeigte sich PH-​Rektorin Prof. Dr. Astrid Beckmann überzeugt. Sie freute sich, dass hochrangige Persönlichkeiten aus verschiedenen Bereichen des öffentlichen und unternehmerischen Lebens eine zum Teil recht weite Anreise nicht gescheut hatten, um bei dieser Feier dabei zu sein. Mit der Eröffnung des Kompetenzzentrums für Gesundheitsförderung an derPH beginne eine neue Ära der regionalen Zusammenarbeit, die den Wissenschafts– und Wirtschaftsstandort stärke.
Die Rektorin ging in diesem Zusammenhang auch auf die Entwicklung der PH ein, die ihr Angebotsspektrum stetig erweitert habe und mittlerweile eine echte Bildungsuniversität geworden sein. Besonders wichtig sei für die Hochschule die Verankerung in der Gesellschaft, machte Beckmann deutlich. Die Hochschule könne mit ihrer Fachkompetenz zur Lösung von gesellschaftlichen Problemen, zum Beispiel im Zuge der demographischen Entwicklung, beitragen. „Nutzen und fordern Sie unsere Kompetenz!“, appellierte sie an die Vertreter von Behörden, Krankenkassen und Firmen.
Namens der Stadt Schwäbisch Gmünd bekräftigte der Leiter des Amtes für Bildung und Sport, Klaus Arnholdt, die intensiven Kontakte der Stadt zur PH. „Wir haben inzwischen ein weitreichendes, gut funktionierendes Netzwerk gespannt“. Als Beispiel dafür nannte er die Tätigkeit der PH-​Absolventin Christina Stegmaier als inzwischen festangestellte Mitarbeiterin der Stadt Gmünd im Bereich Kindersportförderung.
Prof. Dr. Carl-​Walter Kohlmann gilt als Begründer der Studiengänge im Bereich der Gesundheitsförderung an der PH. Angefangen habe alles damit, dass der Aspekt „Gesundheitsförderung“ in die Lehrerausbildung integriert wurde. Dann sei der damalige PH-​Rektor Prof. Dr. Hans-​Jürgen Albers mit dem Auftrag an ihn herangetreten, in diesem Bereich eigenständige Studiengänge zu entwickeln. Für die Zukunft wünschte sich Kohlmann eine bessere Mittelausstattung für die Master-​Studiengänge.
Am Beispiel des Forschers und Entdeckers James Cook führte Prof. Dr. Kohlmann vor Augen, wie wichtig gesundheitsfördernde Maßnahmen sind. Aufgrund der Erkenntnis, dass viele Matrosen aufgrund von Vitamin-​C-​Mangel an Skorbut erkranken und sterben, habe er durch Sauerkraut und eingelegte Zitronen für eine vitaminreiche Ernährung an Bord gesorgt und als Kapitän seine Offiziere dazu verpflichtet, in Sachen Ernährung mit gutem Beispiel voran zu gehen und sowohl bei der Körperpflege als auch in der Küche für mehr Hygiene zu sorgen.
Die Vorstellung des neuen Kompetenzzentrums erfolgte durch die beiden Professorinnen Dr. Petra Lührmann und Dr. Birte Dohnke, denen auch die Leitung dieser Einrichtung obliegt. Prof. Dohnke machte mit dem Verweis auf wissenschaftliche Studien deutlich, dass 70 bis 90 Prozent der Krankheiten durch eine Änderung des Verhaltens oder der Rahmenbedingungen (zum Beispiel in der Arbeitswelt) vermeidbar wären. Dies bedeute, dass man durch Gesundheitsförderung tatsächlich etwas bewirken kann – vorausgesetzt, es handle sich um gute Maßnahmen, die objektive und wissenschaftlich fundierte Qualitätskriterien erfüllen.
Durch den Vergleich von Bedarf und Bestand könne man immer wieder feststellen, dass vorhandene Angebote nicht genutzt werden. Besonders wichtig sei bei der Gesundheitsförderung immer die kritische Nachbetrachtung, Optimierung und Verstetigung. Das Kompetenzzentrum, so die Professorin, zeichne sich durch das interdisziplinäre Zusammenwirken von Experten aus den Bereichen Soziologie, Ernährungswissenschaft, Psychologie, Bewegungslehre und Sport aus. „Wir bieten qualitätsgesicherte Gesundheitsförderung und den Transfer von wissenschaftlicher Forschung in die Praxis“. Dies könne in Form von Studienarbeiten, Praktika oder konkreten Dienstleistungsaufträgen erfolgen.
Die Geschäftsführerin des Kompetenzzentrums, Katja Schleicher, stellte als Beispiel für ein aktuelles Projekt die Planung, Durchführung und Auswertung eines Gesundheitstages vor. Dr. med. Karl-​Heinz Tiedemann, Betriebsarzt bei ZFLS, und ZFLS-​Ausbildungsleiter Erich Rathgeb beleuchteten die vertraglich vereinbarte Kooperation ihres Unternehmens mit der PH. Unisono mit Katja Schleicher unterstrichen die beiden die Erkenntnis, dass Einzelmaßnahmen nichts bringen, sondern dass man auf eine kontinuierliche Gesundheitsförderung — zum Beispiel zur Verbesserung der körperlichen Fitness und der Stressbelastbarkeit von Mitarbeitern — hinwirken müsse. Melanie Schneider, Diät– und Ernährungsexpertin, berichtete davon, wie zusammen mit dem Studierendenwerk Ulm und der PH-​Mensa eine gesundheitsbewusste und schließlich von der DGE zertifizierte Menü-​Linie für die Gemeinschaftsverpflegung entwickelt wurde.

Veröffentlicht von Rems-Zeitung, Redaktion.
Lesedauer: 188 Sekunden.

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Hinweis: Dieser Artikel wurde vor 1470 Tagen veröffentlicht.


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