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Fußball, 3. Liga: Der Waldstetter Dominik Kaiser zeigt als Führungsspieler bei RB Leipzig, dass er eine feste Größe im Team ist

Die entscheidenden Treffer bei RB Leipzig erzielt im Moment der Waldstetter Dominik Kaiser. Am morgigen Freitag um 19 Uhr kommt der 25-​Jährige zurück ins Schwabenland, in seine Heimat. Leipzig spielt nämlich beim VfB Stuttgart II. „Vor allem in der Defensive haben wir uns verbessert“, sagt Kaiser im RZ-​Interview.

Donnerstag, 06. März 2014
Rems-Zeitung, Redaktion
3 Minuten Lesedauer

Von Jörg Hinderberger
Warum läuft es bei RB Leipzig trotz der beiden Niederlagen zu Beginn des Jahres gegen Burghausen und Duisburg wieder so gut?
Als Aufsteiger wussten wir vor der Saison nicht, wo wir stehen. In der Vorbereitung auf die Rückrunde haben wir sehr gut trainiert und uns trotz der Rückschläge – ein paar wichtige Spieler waren und sind verletzt – verbessert. Wir stehen defensiv sicher und machen vorne unsere Tore. Unser Trainer Alexander Zorniger hat uns die individuellen Fehler bei den Niederlagen aufgezeigt und schon gegen Duisburg haben wir trotz der Niederlage gut gespielt. Das hat uns Mut gemacht. Die Gegentore haben wir uns alle selbst rein geschossen, sodass es nicht sehr schwer war, die Fehler zu analysieren.
Dominik Kaiser erzielte in den vergangenen Wochen die wichtigen Treffer, oft sogar die Tore zum Sieg. Werden Sie noch ein Torjäger?
Ich bin sicher nicht der beste Torjäger bei RB Leipzig, aber unser bester Torjäger, Daniel Frahn, ist zur Zeit oft angeschlagen und ich habe einen guten Lauf. Deshalb hat mich der Trainer in den letzten Spielen auch weiter vorne aufgestellt.
Auf der Zehn?
Auf dem Papier ist meine momentane Position im Mittelfeld eher die Zehn. Wir haben haben aber viele, technisch gute Mittelfeldspieler, die im Spiel oft die Positionen tauschen. Das macht uns für den Gegner weniger ausrechenbar.
Dennoch ist es für Ihr persönliches Ego schön, entscheidende Treffer zu erzielen?
Es tut mir gut, und wenn ich der Mannschaft durch wichtige Tore helfen kann, freut mich das natürlich doppelt.
RB Leipzig ist Zweiter in der 3. Liga. Am Saisonende würde dieser Platz zum direkten Aufstieg in die 2. Bundesliga reichen. Ist der Aufstieg realistisch?
Er ist realistisch. Wir wollen den zweiten Platz verteidigen. Wir wissen nun, dass wir mit den Spitzenteams der 3. Liga mithalten können. Aber es muss bei uns alles zu 100 Prozent passen. Darmstadt sitzt uns im Nacken und der Abstand zu Rang vier ist auch nicht riesig.
Zwölf Punkte auf Rang vier sind aber gut?
Ja.
Am morgigen Freitag muss RB Leipzig beim VfB Stuttgart II ran. Anpfiff im Gazi-​Stadion auf der Waldau ist um 19 Uhr. Wie schwer wird es, beim Nachwuchs des Bundesligisten zu bestehen oder gar zu gewinnen?
Beide Mannschaften werden versuchen, das Spiel über ihre fußballerischen Fähigkeiten zu gewinnen. Der VfB II ist eine Mannschaft, die gerne sehr viel Ballbesitz hat. Wir müssen gegen diese junge Mannschaft all unsere Erfahrung und Cleverness in die Waagschale werfen. Im Hinspiel haben wir gleich nach ein paar Sekunden ein Tor erzielt. Das wäre am Freitag auch wieder gut. Drei Punkte sind möglich.
Ihr Heimatort Waldstetten liegt nur ungefähr 50 Kilometer von Stuttgart entfernt. Ist es etwas Besonderes, in der Heimat Freunde und Bekannte zu treffen?
Es haben sich schon sehr viele Freunde, Bekannte und Familienmitglieder bei mir gemeldet, dass sie am Freitag live vor Ort sein werden. Das war beim Spiel in Heidenheim auch so. Es freut mich, dass so viele Fußballfans aus Waldstetten und Schwäbisch Gmünd mich und meinen Verein unterstützen. Aber es ist jetzt nicht so, dass es für mich eine extra Portion an Motivation wäre. Ich versuche immer, meine beste Leistung abzurufen, egal wer als Zuschauer auf den Rängen Platz nimmt.
Ist der Spitzenreiter aus Heidenheim, der FCH, vom Platz an der Sonne überhaupt noch zu verdrängen?
So souverän und diszipliniert wie der FC Heidenheim bisher durch die Saison marschiert, glaube ich nicht, dass der FCH noch viele Punkte liegen lässt. Wir werden unsere Punkte sammeln, um in Ernstfall da zu sein, aber ich denke, dass Heidenheim Meister wird.
Und RB Leipzig soll am besten dem FCH als Zweiter in die 2. Liga folgen. Auch mit Dominik Kaiser an Bord?
Es war schon bei meiner Vertragsunterschrift mein Fernziel, mit RB Leipzig nicht nur in die 3. Liga aufzusteigen, sondern auch in der 2. Bundesliga zu spielen. Ich habe noch zweieinhalb Jahre Vertrag hier und es wäre super, wenn wir die Aufstiegschance in diesem Jahr schon nutzen könnten.
Am Samstag steigt die Ballmania in Gmünd. Wenn Sie schon Mal in Stuttgart am Vorabend sind, werden Sie doch sicherlich Ihre ehemaligen Kollegen vom Verbandsligisten FC Normannia Gmünd oder die Freunde bei den Handballern des TSB Gmünd besuchen?
Es ist noch offen, ob wir am Freitag nach dem Spiel alle nach Leipzig zurückfahren müssen, um am Samstag Vormittag noch eine Trainingseinheit zu absolvieren. Wenn dem so ist, werde ich nach dem Training nach Gmünd fahren und zumindest um 19.30 Uhr die Handballpartie des TSB Gmünd mir anschauen. Vielleicht klappt es ja noch, dass ich schon zum Spiel der Normannia da bin, wenn uns der Trainer am Samstag freigeben sollte.
Ihr Trainer Alexander Zorniger soll als Stargast in der Halbzeitpause des Handballspiels auch kommen.
Wenn er vor Ort sein sollte, wird er bestimmt gerne ein Interview geben.

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