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Lokalnachrichten

Schwäbisch Gmünd | Montag, 15. September 2014

Gut besuchte Führungen in Gmünd zum Tag des offenen Denkmals

Nachdem das Wetter den Staufer-​Begeisterten am Samstag bös mitgespielt hatte, besann es sich für die Freunde des offenen Denkmals am Sonntag passend zum Thema „Farbe“ eines Besseren.

Von Brigitte Düppe
SCHWÄBISCH GMÜND. Bürgermeister Julius Mihm konnte so vor dem Kriegerdenkmal vor einer großen Zuhörerzahl über die Bebauung des historischen Marktplatzes berichten, bevor er mit einer kleineren Gruppe die Ledergasse ins Visier nahm.
Walther Munk informierte gleichzeitig an ausgewählten Beispielen über das nicht immer einfache Sanierungsrecht, während Sandra Böhringer sich speziell mit der Farbgebung verschiedener Fassaden beschäftigte. Die Parzellenstruktur habe sich seit der ersten Bebauung kaum verändert, so Mihm. Groß gedacht für eine große Gefolgschaft seien Pläne und Umsetzung der aufstrebenden staufischen Herren gewesen. Aber erst die Zeit des Barock habe unseren Marktplatz in seiner Farbigkeit geprägt.
Auch im Münster gab es am Tag des Patroziniums zwei Führungen mit Michael Belko vom Münsterbauverein. Sehr persönlich erzählte er davon, wie am 1. Weihnachtstag die Sonne durch das Fenster rechts der Empore genau durch die Krippendarstellung leuchte. Er zeigte auch ein ganz besonderes Wandgemälde, das noch aus der Zeit vor dem Einbau der Emporen stammte. Es ist eine Schutzmantelmadonna, die sich über dem Westeingang schon etwas blass und versteckt befindet. Früher war sie sogar hinter Schränken verborgen, jetzt ist sie wieder zu bewundern. Ein Fledermaus artiger Teufel versucht neben ihr vergebens, einige Schutz suchenden Gläubigen unter ihrem Gewand zu entreißen.
Bemerkenswert auch die Darstellung von Gott und Jesus, die von rechts und links oben mit Pestpfeilen auf die geplagte Menschheit schießen. Michael Belko machte auch auf die Gemälde für Verstorbene über den Portalen aufmerksam, alles Kostbarkeiten, die bei einem eigenen Rundgang leicht zu übersehen sind. Auch über die Altäre im Chorbereich und natürlich die Fenster aus den 50-​iger Jahren von Wilhelm Geyer wusste er viel zu berichten.
Eine ganz andere „Baustelle“ hatte im wahrsten Wortsinn geöffnet und wurde auch rege besucht: Die drei Gebäude in der Rinderbachergasse 22, die Investor Bernd Schwab seit zwei Jahren liebevoll und denkmalgeschützt restaurieren ließ. Hinter dem großen Tor tat sich eine ganz eigene Wohnwelt auf mit vielen interessanten Einblicken, Durchblicken und Ausblicken auf die Altstadt.
Auch die Kunst mit echten Rotwein-​Bildern von Hella Noll war schon angekommen. Bereits im Oktober sollen die ersten Bewohner einziehen mit dem Komfort einer Neubauwohnung inmitten des besonderen Flairs einer mittelalterlichen Gasse.
„Altes bewahren – Neues gestalten“, so nennt sich ein Flyer der Stadt Schwäbisch Gmünd zur Stadtsanierung. Natürlich traf dies auch für alle anderen offenen Denkmals-​Orte zu: die Johanniskirche, den Prediger, die Herrgottsruhkapelle, der Salvator mit seinen Villen und den frisch herausgeputzten Fünfknopfturm. Alle waren an diesem bunten Sonntagnachmittag gut besucht.

Hinweis: Dieser Artikel wurde vor 1017 Tagen veröffentlicht.


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