Direkt zum Inhalt springen
Startseite Rems-Zeitung bei Facebook  Rems-Zeitung bei Google+  Rems-Zeitung bei Telegram  Rems-Zeitung bei Twitter  Rems-Zeitung bei Flipboard  Rems-Zeitung Alexa Skill  Rems-Zeitung als E-Paper  Kontakt
Ihre Ansprechpartner in der Lokalredaktion
Die Geschichte der Rems-​Zeitung
Ihre Ansprechpartner in der Werbeberatung
Unsere Mediadaten als PDF
Unsere Themenwelten /​Sonderveröffentlichungen
Ihre Ansprechpartner im Bereich Abo und Service
Kostenloses Probeabo
Kennenlernabo für Neukunden
Aktionsabo für Neukunden
Klassikabo / Digitalabo
Unser Leser werben Leser Prämienprogramm
Nachsendung und Lieferunterbrechung
Übersicht Leserreisen
Übersicht Bücher und mehr
Private Kleinanzeige online aufgeben
Schwäbisch Gmünd
Rosenstein
Lorch
Leintal/Frickenhofer Höhe
Schwäbischer Wald
Waldstetten/Stuifen
Welzheimer Wald
Ostalbkreis

Lokalnachrichten

» Schwäbisch Gmünd | Mittwoch, 21. Januar 2015

Eingeweiht: Das Mutterhaus in der Bocksgasse

„Unser neues, altes Mutterhaus“, so nannte Schwester Lintrud Funk, die Generaloberin der Vinzentinerinnen, das Haus Bocksgasse 20. Es wurde am Dienstag eingeweiht. Die Regionalleitung der Vinzenz von Paul Soziale Dienste und Einrichtungen gGmbH zieht dort im Februar ein.

SCHWÄBISCH GMÜND (rw). Damit kehrt die Genossenschaft der Barmherzigen Schwestern vom Hl. Vinzenz von Paul zurück an ihren Ursprung: 54 Schwestern der jungen Kongregation bezogen 1858 das Anwesen in Bocksgasse. Die Gemeinschaft wuchs schneller als ihre Räumlichkeiten, schon 1891 zog die Gemeinschaft mit 500 Schwestern nach Untermarchtal. Im Mutterhaus in Schwäbisch Gmünd wurde ein Altenheim für die Vinzentinerinnen und andere Betagte eingerichtet, es bestand bis 1975, bis es im Neubau von St. Anna aufging. Die Immobilie in der Bocksgasse wurde im Erbaurecht 1976 an ein Kölner Unternehmen übergeben, das sich wenig darum kümmerte und 2010 in Konkurs ging. Daraufhin erwarben die Vinzentinerinnen das Mutterhaus zurück und beschlossen die denkmalgerechte Restaurierung und den Bau von Wohnungen am Pfeifergässle – eine Investition von über acht Millionen Euro (die RZ berichtete am Freitag, 16. Januar).
Am Dienstag fand mit geladenen Gästen die Einweihung statt. Bezogen wird das Haus erst am 18. Februar, es ist noch einiges zu tun, die Datenleitungen fehlen beispielsweise noch. Ursprünglich wollten die Schwestern etwas anderes dort als die Regionalleitung ihrer Dienste: „Wir Schwestern hatten einen Konvent geplant, einen Klosterladen, ein Café und einen geistigen Mittelpunkt. Die Realität hat uns eingeholt. Der Laden würde sich nicht tragen, Cafés gibt es in der Bocksgasse genügend.“
Der Geist des Ordensgründers Vinzenz von Paul solle im neuen, alten Mutterhaus weiterleben, wenn das Verwaltungszentrum der Vinzenz von Paul gGmbH, eines Anbieters von Hilfen für Kinder, Jugendliche, Alte, Kranke und Pflegebedürftige, einziehe. Dem Geschäftsführer des Verwaltungszentrums, Jörg Allgayer, überreichte die Generaloberin zum Einzug Brot und Salz.
Einer der Erfolgsfaktoren des Jahres 2014 sei das Wiederaufleben des Mutterhauses, sagte Erster Bürgermeister Joachim Bläse. „Der Baubeginn 2013 war ein Anstoß für die Innenstadt. Das Mutterhaus ist einer der Mosaiksteine des Stadtumbaus. Wir hätten gerne 100 Schwestern da gehabt, doch der Geist der Vinzentinerinnen kommt wieder.“ Das Areal mit seinen 27 Wohnungen sei wichtig für die Bocksgasse und die Weiterentwicklung der Innenstadt.
Münsterpfarrer Robert Kloker erinnerte an eine Fahrt mit dem frisch gewählten OB Richard Arnold im Jahr 2009 nach Untermarchtal, was die Zukunft des Mutterhauses anbelangte, habe damals Unklarheit geherrscht: „Jetzt ist das Richtige gemacht worden. Mutterhaus heißt Wurzel, die Wurzel wurde neu gestärkt und zur Visitenkarte für die Gemeinschaft, etwas, was lebt und pulsiert.“ Architektin Monika Kern verwies bei der Übergabe des Hefezopfes in Schlüsselform auf den Zugang über den Innenhof: Hier könnten Begegnungen stattfinden.
Was Mitte des 19. Jahrhunderts geschehen sei, sei heute ein wünschenswerter Traum, meinte Superior E. Briemle: der enorme Zulauf, den die junge Gemeinschaft hatte. Auch nach der Übersiedlung nach Untermarchtal sei „die Liebe zum alten Mutterhaus geblieben und die Verbundenheit mit dem Standort Schwäbisch Gmünd. Die Schwestern hängen an ihrem alten Mutterhaus.“ Das Ringen um das Haus, das Planen und Verwerfen sei immer von großen Emotionen begleitet gewesen. „Dieses Haus ist mit seiner Geschichte eine Erinnerung für die Geschichte der Gemeinschaft und eine Ermutigung. Wir wollen weiter um Berufungen bitten, vielleicht zieht das Noviziat einmal nach Gmünd. Bei Gott ist nichts unmöglich“, sprach der Superior vor der Segnung des Hauses.

Veröffentlicht von Rems-Zeitung, Redaktion.
Lesedauer: 134 Sekunden.

Digital als Ausgabe-PDF oder klassisch mit Trägerzustellung:
Testen Sie die Rems-Zeitung 10 Tage kostenlos und unverbindlich!

Hinweis: Dieser Artikel wurde vor 1396 Tagen veröffentlicht.


QR-Code
remszeitung.de/2015/1/21/eingeweiht-das-mutterhaus-in-der-bocksgasse/