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Lokalnachrichten

Mittwoch, 29. April 2015

HfG: Cristina Salerno hört auf — designierter Nachfolger: Ralf Dringenberg

Die Rektorenstelle an der Gmünder Hochschule für Gestaltung war zu Beginn des Jahres ausgeschrieben, die sechsjährige Amtszeit endet am 31. August, gestern traten Senat und Hochschulrat unter Vorsitz von Landrat Klaus Pavel zur Neuwahl des Rektors zusammen.

SCHWÄBISCH GMÜND (rw). Cristina Salerno (55), seit zwölf Jahren an der Spitze der Hochschule stehend, kandidierte nicht mehr. Sie habe es sich reiflich überlegt, sagte sie gegenüber der Rems-​Zeitung, es sei ein langwieriger Entscheidungsprozess gewesen. Letztlich sehe sie ihre Aufgabe als erfüllt an: „Die Hochschule für Gestaltung hat sich entwickelt und sich nach außen geöffnet, sie ist baulich und in den Studiengängen gewachsen und deutlich besser aufgestellt.“
Einige Zahlen machen dies deutlich: Die Zahl der Studierenden stieg von 2003, als Cristina Salerno ihr Amt antrat, von 420 auf derzeit 670. Die Einwerbung von Drittmitteln durch industrienahe Forschung und Kooperationsprojekte, für die Hochschulen im Land zunehmend wichtig und politisch gefordert, gab es noch gar nicht, als sie anfing. 2009 konnte die HfG 200 000 Euro einwerben, 2014 waren es 400 000 Euro. Wie die Studentenzahlen nach oeb stiegen, so wuchsen auch jene der Professorenstellen — von 21 auf jetzt 27.
Unter Cristina Salerno baute die Gmünder HfG ihre Position als sehr solide und angesehene Ausbildungsstätte für Designer – was sowohl für die Anziehungskraft auf Studieninteressierte wie für die Absolventen gilt. Nicht zuletzt ist die HfG, die noch in den frühen 90-​er Jahren vom Landesrechnungshof kritisch beäugt wurde, inzwischen nicht nur unangefochten, sondern als Hochschule gefestigter denn je – nicht nur wegen der Studierendenzahl: Das Land investierte in die in diesem Jahr abgeschlossene Sanierung des historischen Hochschulgebäudes 13 Millionen Euro, am Bahnhof kamen im Zuge des Stadtumbaus in einem der Neubauten knapp 2000 Quadratmeter Nutzfläche hinzu, die höchst modern ausgestattet sind und den Studierenden vorzügliche Arbeitsbedingungen bieten.
Ursprünglich sollte die HfG während der mehrjährigen Sanierungsphase in ihrem Hauptgebäude bleiben und sich mit der Baustelle arrangieren – dagegen kämpfte die Rektorin 2009 sehr engagiert und letztlich erfolgreich an, weil sie davon überzeugt war, dass dies die Hochschule in ihrer Existenz gefährden würde.
Hinter dem nüchternen Resümé Cristina Salernos steht ihr großes Verdienst um die HfG. Von Haus aus Juristin, war sie von außen in die Hochschule gekommen. Sie hatte schon einige Karriereschritte hinter sich – von der Referentin für Raumordnungsverfahren am Regierungspräsidium über die Stelle als persönliche Referentin von Familienministerin Brigitte Unger-​Soyka gelangte sie ins Wissenschaftsministerium als Museumsreferentin. Danach wechselte sie , mittlerweile Oberregierungsrätin geworden, für vier Jahre in ein Medienunternehmen nach New York, um 2001 als Referentin für Fachhochschulen ins Wissenschaftsministerium zurückzukehren. Zwei Jahre später wurde sie zur HfG-​Rektorin gewählt. Über ihre weiteren Pläne sagt sie, dass „alle Optionen offen“ seien, „ich sondiere meine Möglichkeiten.“ Salernos Tochter ist erwachsen, die Rektorin wohnt in Stuttgart.
Ihr Nachfolger Ralf Dringenberg (ebenfalls 55, kleines Foto links) ist gewissermaßen ein Eigengewächs: Er studierte an der HfG von 1984 bis 1988, nachdem er eine Lehre als Schauwerbegestalter absolviert und auf dem zweiten Bildungsweg die Fachhochschulreife erworben hatte. Er arbeitete als selbstständiger Designer, bis er 2003 eine Professur an der Hochschule Mainz erhielt. 2007 wurde er an die HfG berufen, seit 2008 ist er dort Leiter des Studiengangs Kommunikationsgestaltung. Sein Lehrgebiet ist Kommunikations– und Interaktiongestaltung. Dringenberg wurde mehrheitlich gewählt als einer von zwei Kandidaten. Mit ihm hatte die Findungskommission einen externen Bewerber eingeladen.
Noch eine Personalie: Landrat Klaus Pavel wird dieses Jahr als Vorsitzender des Hochschulrates aufhören. Mehr als drei Amtsperioden – neun Jahre – erlaubt das Hochschulgesetz nicht.

Veröffentlicht von Rems-Zeitung, Redaktion.
Lesedauer: 142 Sekunden.

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Hinweis: Dieser Artikel wurde vor 1323 Tagen veröffentlicht.


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