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Lokalnachrichten

» Schwäbisch Gmünd | Dienstag, 07. April 2015

90. Geburtstag von Dr. Hermann Kissling

Dr. Hermann Kissling, emeritierter Professor für Kunstpädagogik und Didaktik an der Gmünder PH, feiert bei guter Gesundheit am heutigen Dienstag in St. Anna seinen 90. Geburtstag.

SCHWÄBISCH GMÜND (rk). Mit seinem letzten Buch füllte er eine Lücke in der städtischen Geschichtsdokumentation, als er noch lebende Zeitzeugen der Kriegsgeneration zu ihren Erlebnissen befragte, die sich dabei wahrlich alles „von der Seele“ geschrieben haben. Die PH-​Kollegen schätzten an ihm seine Liebenswürdigkeit und seine konstruktive Kollegialität. Die bisherigen Jahre im Ruhestand hat er so gelebt, dass er nicht nur dem Leben Jahre, sondern den Jahren Leben hinzugefügt hat.
Hermann Kissling war 1962 Mitglied im Gründungskollegium der Gmünder PH. Zuvor hatte er von 1942 bis 1945 in der Kriegsmarine auf einem Minenschiff gedient, war 1945/​46 Schulhelfer, studierte dann an der Staatlichen Akademie für Bildende Künste, danach an der Technischen Hochschule in Stuttgart und der Universität Tübingen und zwar die Fächer Kunstgeschichte und Kunsterziehung, Geographie und Geologie. Die Prüfungen für das Lehramt an Gymnasien legte er 1951 und 1952 ab und wurde 1955 zum Studienrat ernannt.
Das qualifizierte ihn in hervorragender Weise für die Übernahme eines Amtes in der Lehrerbildung, und 1957 kam er an das Gmünder Pädagogische Institut (PI). Obschon wohlbestallter Professor, promovierte er noch 1975 an der Universität Tübingen mit der bis heute grundlegenden Arbeit zum Gmünder Münster. Bis 1975 war er Vorsitzender des Gmünder Geschichtsvereins.
Seine Hochschulbibliographie umfasst bis dato mehr als 75 Titel, so dass man fast meinen könnte, an ihm sei ein Historiker und Archivar verloren gegangen. Doch Hermann Kissling war auch bildender Künstler (Maler), wenn er Zeit und Muße hatte. Sein Forschersinn stand aber im Dienst der regionalen Kunstdenkmäler in Architektur und Malerei. Er sah die Werke der Vorwelt immer mit Unterricht und Vergnügen – was er weiterzugeben trachtete.
Deren kunsthistorische Substanz zu erforschen – und zwar in der Stadt Gmünd als auch im Altkreis –, wurde seine Hauptaufgabe. Fast alle Gmünder Kirchen – vom Münster über St.Johannes, Augustinus, St.Leonhard, St. Katharina, und die Salvatorkapelle – und zahlreiche Kirchen der Gemeinden des Gmünder Altkreises wie in Eschach, Lorch, Täferrot, Tonolzbronn, Zimmern, Frickenhofen, Lautern usw. erhielten von ihm eine kunsthistorische Beschreibung und Würdigung. So erschloss er auch einer breiteren Bevölkerung „ihre“ heimischen Bauwerke. Ebenso widmete er sich den Altarbildern von Obergröningen, Eschach, Bartholomä usw.
Auch Darstellungen der großen Gmünder Künstler wie Peter Parler oder Jörg Rathgeb durften nicht fehlen. Was nicht heißt, dass er für die Moderne keinen Sinn hatte. Das erkennt man leicht an seiner eigenen Malerei und den künstlerischen Würdigungen von Maria Kloss und Eckhart Dietz’ Skulpturen am Bahnhofsvorplatz. Dem Kunstpädagogen war es ein Anliegen, den Schülern modellhaft die hervorragenden Kunstwerke ihrer unmittelbaren Heimat nahezubringen. Er bedachte auch den Zusammenhang von Kunsterziehung und Werken und äußerte sich zu Fragen einer weltweiten Kunsterziehung, wie auch Walter Barths Didaktik der Bilddialektik. Aufmerksam hat er seine Stadt beobachtet und so besondere Monographien Gmünder „Türen“ (1982) und den „Künstlern und Kunsthandwerkern in Gmünd von 1300 bis 1650“ (1995) gewidmet. Heute freut er sich an der zuletzt stürmischen Entwicklung „seiner“ PH, deren gegenwärtige Studentenzahl von 2800 ihn ein wenig schwindelig macht.

Veröffentlicht von Rems-Zeitung, Redaktion.
Lesedauer: 127 Sekunden.

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Hinweis: Dieser Artikel wurde vor 1346 Tagen veröffentlicht.


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