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Nachrichten Schwäbisch Gmünd

Bettringer Feuerwehrleute melden sich freiwillig zum DNA-​Test

Weiterhin auf Hochtouren laufen die Schutz– und Fahndungsmaßnahmen der Polizei in Bettringen, das seit Ostern von einer schlimmen Serie von Brandstiftungen heimgesucht wurde. Aktuell ist relative Ruhe eingekehrt. Die Bettringer Feuerwehrleute haben sich zu einem ungewöhnlichen Schritt entschlossen, um in ortsfremden Medien geäußerten Spekulationen entgegen zu treten: Sie haben sich der Kriminapolizei am Dienstagabend einem freiwilligen DNA-​Test unterzogen.

Mittwoch, 20. Mai 2015
Rems-Zeitung, Redaktion
1 Minute 33 Sekunden Lesedauer

Der oder die bislang unbekannten Feuerteufel hatten aber schon einmal eine längere Pause eingelegt, um dann noch massiver als zuvor zuzuschlagen. Von solchen Überraschungen will sich die Polizei nicht überrumpeln lassen. Der Pressesprecher des Polizeipräsidiums Aalen, Klaus Hinderer, bittet die Öffentlichkeit um Verständnis, dass aus taktischen Gründen die Karten der polizeilichen Maßnahmen nicht offen auf den Tisch gelegt werden können, um das Ganze nicht zu gefährden.
Sehr zu würdigen weiß die Kriminalpolizei einen Schritt der Abteilung Bettringen der Freiwilligen Feuerwehr Schwäbisch Gmünd. In den letzten Tagen hatte es in einigen Medien Spekulationen darüber gegeben, dass Feuerwehrangehörige hinter den Brandanschlägen stecken könnten. Verwiesen wurde hierbei auf das Beispiel vor zehn Jahren in einem anderen Stadtteil von Gmünd, das bundesweit für Schlagzeilen sorgte, weil sich der dortige Kommandant höchstpersönlich als Brandstifter betätigte. Die Spekulationen tun nun der Bettringer Feuerwehr sehr weh, weil sich die Frauen und Männer nun schon über Wochen hinweg aufopferungsvoll und nächtelang ins Zeug legen, um noch schlimmere Folgen für ihre Mitbürger abzuwenden.
Wie Polizeisprecher Hinderer bestätigt, sei nun von der Bettringer Feuerwehr selbst der Wunsch an die ermittlungsführende Kripo herangetragen worden, sich einem DNA-​Reihentest unterziehen zu dürfen. Hierzu versammelte sich die Abteilung am Dienstagabend vor einer regulären Übung im Feuerwehrhaus. Dieser Test, so die Erwartungen auch von Klaus Hinderer, solle die Feuerwehr von etwaigen Verdachtsmomenten und Spekulationen befreien. Denn: Die DNA-​Proben können mit Tatort-​Spuren abgeglichen werden.
Nach wie vor gebe es noch keinen konkreten Verdacht, der zu dem oder den Tätern führen könnte, die in den letzten Wochen insgesamt 15 Brände gelegt hatten. Hierbei waren nicht nur Hütten und Feldscheunen angezündet worden, sondern zuletzt auch ehemalige landwirtschaftliche Anwesen mit Wohngebäuden und auch ein Holzbaubetrieb mitten in Oberbettringen. Drei Feuerwehrleute und ein Polizeibeamter erlitten hierbei Verletzungen. In einem Fall konnten sich zwei Personen erst in letzter Sekunde aus einem brennenden Haus in Sicherheit bringen, weshalb die Polizei von einer „deutlichen Eskalation“ der Ereignisse spricht

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