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17-​jähriger Kater von Polizei erschossen

Seit Silvester vermisst eine Familie aus Schwäbisch Gmünd Am Bergschlössle ihren 17-​jährigen Kater „Tigger“. Nach ihrem zwischenzeitlichen Kenntnisstand wurde das Tier an Silvester von einem Polizisten erschossen.

Sonntag, 07. Januar 2018
Rems-Zeitung, Redaktion
1 Minute 24 Sekunden Lesedauer

Am Silvestermorgen ist Tigger aus dem Haus der Familie Am Bergschlössle entwichen. Eine Frau hat den Kater dann „schreiend“ in der Nähe des Südbahnhofs aufgefunden. Dort war er in einer Wasserrinne, deren Abfluss mit Laub verstopft war, hängen geblieben. Die Frau wollte ihn mitnehmen. Das Tier war nicht verletzt. Doch Tigger hat sich gewehrt, der Frau dann auch Kratzer zugefügt, ehe die Frau, die selbst Hunde und Katzen hält, sich nicht mehr zu helfen wusste und das Tierheim verständigen wollte. Doch hier kam sie telefonisch nur bis zum Anrufbeantworter, der „bei dringenden Fällen“ auf die Polizei verwies.
Die Polizei kam etwa eine halbe Stunde später, schob den Kater mit einem Besen in eine Kiste und nahm das Tier mit. Die Finderin empfahl den Polizisten, mit dem Kater zum Tierarzt zu fahren, der sich in unmittelbarer Nähe zum Fundort befand. Was aber offenbar nicht geschehen ist.
Die Polizei bestätigte gegenüber der Rems-​Zeitung diesen Vorgang und sagte, dass der Kater aus dem Mund geblutet und offenbar vor Schmerzen geschrien habe. Deswegen sei man mit dem Tier in den Wald gefahren und habe es mit einem Schuss getötet und von den Schmerzen befreit. Die Besitzer zweifeln in der Zwischenzeit manche Aussagen an. Sie fragen sich, warum man das Halsband von Tigger nicht weggemacht hat. Dort stand die Telefonnummer der Besitzerin drauf. Außerdem sagt die Familie, der Kater hatte keine Schmerzen, das war nur das Geschrei eines verängstigten Tieres, das blind ist und sich nicht zurecht findet.
Die Familie will, dass der Fall vollständig aufgeklärt wird. Deswegen sucht sie mögliche Zeugen, die das Tier gesehen haben, die vielleicht die Polizei im Wald (beim Hölltal) beobachtet haben oder den Kater möglicherweise selbst mitgenommen haben, um ihn zu begraben. Außerdem wird das Halsband gesucht, das ja auch im Wald noch liegen müsste.
Informationen können an die Besitzer unter Telefon 01 781 35 71 83 erfolgen.

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