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Zwei Mal Erinnerungskultur: Pogromnacht-​Gedenken und Lesung

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Fotos: rw

Der 9. November gilt als deutscher Schicksalstag, und in diesem Jahr konzentriert sich das Gedenken auf die runden Jahrestage: 100 Jahre seit Ausrufung der Republik in Deutschland und Revolution, 80 Jahre seit der Reichspogromnacht.

Samstag, 10. November 2018
Reinhard Wagenblast
40 Sekunden Lesedauer


Der Letztgenannten galt in Schwäbisch Gmünd ein besonders intensives Gedenken, weil es in einem unmittelbaren Gegenwartsbezug steht: Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus, rechtsradikales Gedankengut und Infragestellung der Demokratie haben Zulauf; und die letzten Zeitzeugen der Pogromnacht stehen in den späten Jahren ihres Lebens.
Einer davon, der seine Wurzeln hier hat, kam gestern nach Schwäbisch Gmünd. In der Stadtbibliothek las Otto Meth-​Cohn, begleitet von seiner Tochter Delia, aus seinen Lebenserinnerungen in der Stadtbibliothek. Es war eine der bestbesuchten Lesungen, die es dort bislang gab. Und sie ging unter die Haut.
Zuvor fand in der Augustinuskirche ein ökumenischer Gottesdienst mit Dekanin Ursula Richter und Dekan Robert Kloker statt, die in ihrer Begrüßung die Verantwortung ins Zentrum des Gedenkens rückten. Diskriminierung jeder Art müsse bereits im Entstehen verhindert werden.

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