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Aktionstag zum Weltfrauentag: Sehr viel Unterstützung für Frauen und Mädchen

Auch in diesem Jahr hat wieder der Aktionstag zum Weltfrauentag stattgefunden. Nur nicht, wie sonst üblich im Prediger, sondern im Gmünder Rathaus. Im Fokus stand natürlich die Frau, aber auch für die Zukunft der Mädchen ist einiges geboten gewesen.

Sonntag, 11. März 2018
Timo Lämmerhirt
1 Minute 42 Sekunden Lesedauer

Traditionell um den 8. März herum, also dem Weltfrauentag, findet in Gmünd der Aktionstag zum Weltfrauentag statt. Meistens allerdings im Prediger, in diesem Jahr allerdings wegen einer Parallelveranstaltung im Rathaus, mittlerweile allerdings auch schon zum dritten Mal. „Im Prediger ist die Veranstaltung besser aufgehoben, vor dem Rathaus haben zu viele Leute Respekt“, sagte Magdalena Kurz, Vorsitzende des Ortsvereins Schwäbisch Gmünd des Deutschen Hausfrauenbunds (DHB). Kurz selbst ist schon seit 20 Jahren bei diesen Aktionstagen dabei und kann diese Vergleiche stellen. Sie betreute in diesem Jahr wieder den Second-​Hand-​Markt, der sich ausgehend vom Sitzungssaal über die komplette zweite Etage des Rathauses erstreckte. Die Umsätze, die zum Großteil einem sozialen Projekt in Gmünd zugute kommen werden, hatte Kurz zwar noch nicht im Kopf, doch sie merkte an, dass es vor 20 Jahren einfacher gewesen sei. „Heutzutage gibt es in fast jeder Gemeinde eine Kinderbedarfsbörse oder ähnliche Veranstaltungen. Vor 20 Jahren waren wir mit unserem Second-​Hand-​Markt noch ziemlich alleine und da war das natürlich etwas Besonderes“, zieht Kurz den Vergleich und ergänzt schmunzelnd: „Ich möchte aber auch nicht meckern.“ Das Geld, das nicht gespendet wird, kommt Frauen zugute, die sich die Lehrgänge, die der DHB anbietet und die rund 450 Euro kosten, nicht leisten können.
Für die Bewirtung hat sich das Solwodi im Rathaus verantwortlich gezeigt. „Das ist dann an diesem Tag der Ort der Begegnung, wo man sich austauschen kann“, sagte Elke Heer, Beauftragte für Chancengleichheit. Solwodi tritt überall auf, „wo der Zwang seine Anfänge nimmt. Am häufigsten schreitet Solwodi bei der Prostitution ein und kümmert sich um die Frauen“, so Heer, die die Kontaktgruppe in Gmünd seitens der Stadt unterstützt. Parallel zum Aktionstag hat auch der Vorverkauf für die Mädchen– und Jungenwochen stattgefunden – und die Schlange war riesig. Das zeigt aber auch, dass im Kontext des Weltfrauentags die Grenzen zwischen Mann und Frau nicht mehr so stark gezogen werden. „Das ist natürlich nicht mehr alles so streng. Die Mädchenwochen gibt es jetzt seit 28 Jahren, die Jungenwochen seit sieben. Ich bekam früher häufig Anrufe, warum es denn keine Jungenwochen gebe“, berichtete Heer von der steten Entwicklung der Gleichberechtigung – auch von der anderen Seite aus betrachtet. Beim DHB, verriet Kurz, ist kürzlich wieder ein Mann als neues Mitglied aufgenommen worden.

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