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Lokalnachrichten

» Sport | Sonntag, 11. März 2018

TSB Gmünd feiert einen Abend, an dem alles gelingt

Galerie (1 Bild)
 

Foto: edk

Das aufgrund der Tabellensituation so bedeutsame Remstal-​Derby ist zu einer unerwartet einseitigen Angelegenheit geworden: Ein wie entfesselt auftretender TSB Gmünd hat sich beim SV Remshalden in einen Rausch gespielt und mit dem selbst in dieser Höhe verdienten 39:27 (18:10)-Auswärtserfolg ein deutliches Statement im Abstiegskampf gesetzt.

Als in der Stegwiesenhalle die letzten Sekunden abliefen, waren die knapp 100 mitgereisten Gmünder Anhänger längst in Feierlaune und bejubelten die Glanzleistung ihres Teams mit Standing Ovations. Trainer Michael Hieber war nach der Schlusssirene einer der ersten Hauptakteure, der sich mit geballten Fäusten in Richtung des eigenen Fanblocks begab. „Ich bin sehr stolz, dass die Mannschaft in dieser bestechenden Form aufgetreten ist“, beurteilte Hieber diesen wichtigen Auswärtssieg nach zwei Niederlagen. Die Gmünder hatten einen Sahnetag erwischt, was im Vorfeld nicht zu erwarten gewesen war. Denn es war keinesfalls so, dass Hieber „aus dem Vollen schöpfen konnte“, wie der Remshaldener Hallensprecher angesichts des 14 Mann starken Kaders meinte. Abwehrchef Christian Waibel ist weiterhin zum Zuschauen verdammt, Torjäger Dominik Sos wollte aufgrund seiner Fußverletzung kein unnötiges Risiko eingehen und stand nur als Ersatzspieler für den Notfall bereit.
In den ersten zwölf Minuten benötigten die Gäste etwas Anlaufzeit, fanden jedoch über eine entschlossene Kampfleistung in die Partie hinein. Nach dem ersten TSB-​Treffer durch Aaron Fröhlich hatte Remshalden umgehend zur eigenen Führung gekontert. Der hauchdünne Vorsprung hatte bis zum 6:5 Bestand, ehe Jonas Waldenmaier mit seinem ersten Torerfolg den Gleichstand herstellte. Direkt darauf mussten die Hausherren einen bedeutenden Rückschlag hinnehmen, als SV-​Trainer Frederick Griesbach seinen Tormann durch einen zusätzlichen Feldspieler für den Angriff ersetzte. Genau darauf hatte sich das Hieber-​Team glänzend vorbereitet, hart erkämpfte Ballgewinne nutzte der TSB durch Philipp Schwenk sowie Felix Häfner zu einem schnellen Doppelpack. Griesbach hatte sich in dieser Situation klassisch verzockt, TSB-​Rechtsaußen Wolfgang Bächle sprach von einem „Knackpunkt, durch den der Gegner unsicher geworden ist.“
Tatsächlich fand Remshalden in der Folgezeit keinen wirklichen Zugriff mehr auf die wie entfesselt aufspielenden Gmünder. Vor den knapp 400 Zuschauern, die ein ausgeglichenes Derby erwartet hatten, spielten sich die Gäste förmlich in einen Rausch: Offensiv waren Fröhlich sowie Bächle tonangebend und schraubten die Führung nach 20 Minuten bereits auf 13:8 hinauf. Von hohem kämpferischen Engagement war auch die Abwehrleistung geprägt: Youngster Sven Petersen hatte den SVR-​Torjäger Moritz Pesch weitestgehend im Griff, Lukas Waldenmaier agierte im Zusammenspiel mit Jan Häfner äußerst zuverlässig im Mittelblock und Bächle bewies auch in der Defensive seinen hohen Stellenwert, als er per Hechtsprung einen gegnerischen Kempatrick unterbinden konnte.
Den folgenden Konter verwertete Lukas Waldenmaier zum 18:11. SV-​Tormann Tobias Klemm verhinderte mit zwei Paraden zum Ende der ersten Hälfte sogar noch einen deutlicheren Zwischenstand.
„Dieses Tempo können sie nicht durchhalten“, meinte ein Remshaldener Zuschauer in der Pause. Doch er sollte sich irren: Eine Aufholjagd der Gastgeber nach dem Wechsel blieb aus, stattdessen schraubte der TSB seinen Vorsprung durch die zahlreichen schnellen Gegenstöße konsequent in die Höhe, obwohl sogar einige Möglichkeiten ungenutzt blieben. Eine erste Vorentscheidung war nach 40 Minuten gefallen: Fröhlich vollendete einen 6:0-Torelauf zum 26:14-Vorsprung.
In der verbleibenden Spielzeit nutzte die Hieber-​Sieben die einmalige Möglichkeit, ihrer bärenstarken und hochkonzentrierten Leistung noch ein weiteres Sahnehäubchen aufzusetzen. Nun galt es, auch den im Abstiegskampf bei Punktgleichheit entscheidenden direkten Vergleich gegen den Mitkonkurrenten für sich zu entscheiden – was angesichts der deutlichen 22:30-Hinspielniederlage wohl nur die kühnsten Optimisten zu träumen gewagt hatten. „Das ist ein wunderbarer Nebeneffekt“, freute sich Hieber, da seine Mannen das benötigte Acht Tore-​Polster relativ souverän über die Zeit brachten. Beim 23:31 wähnte sich Remshalden noch einmal im Aufwind, jedoch nur kurzfristig. TSB-​Kreisläufer Jonas Waldenmaier, der sich in der Vorwoche nur selten in Szene setzen konnte, machte mit seinem siebten Treffer zum 35:24 fünf Minuten vor dem Ende auch den Sieg im direkten Vergleich vorzeitig klar. In der Schlussminute bejubelten die TSB-​Fans dann auch noch den ersten Einsatz von Neuzugang Belmin Nadarevic, der bei seinem Debüt gleich zwei Tore zum 39:27-Endstand beisteuern konnte.
„Das ist eine ganz tolle Geschichte für den Jungen, dennoch dürfen wir keine übertriebenen Erwartungen in ihn stecken“, so Hieber über den 19-​jährigen Bosnier. Einen weiteren Grund zur Freude hatte Wolfgang Bächle: „Für mich ist es das erste Mal im Aktivenbereich, dass ich in einem Spiel zweistellig treffe. Das war ein persönliches Ziel für mich und dass ich das erreicht habe, freut mich natürlich noch einmal zusätzlich.“
Der TSB-​Coach war in erster Linie stolz auf die starke Kollektivleistung seiner Mannen, welche mit einem famosen Erfolg belohnt wurde. Es war der erst zweite Gmünder Auswärtssieg in dieser Saison – und er kam genau zum richtigen Zeitpunkt. Punktemäßig zog der TSB damit mit dem SV Remshalden gleich und rückte auf Tabellenplatz zwölf vor. Inmitten des Jubels trat Hieber jedoch bewusst auf die Euphoriebremse: „Auch wenn es eine Floskel ist, für uns ist nun jedes Spiel ein Endspiel. Was wir jetzt brauchen, ist Konstanz in unseren Leistungen.“ Im Hinblick auf das Heimspiel gegen den Sechsten TSV Weinsberg am Sonntag, 18 Uhr, betont auch Bächle, dass „wir alle wissen, um was es geht und schauen nur von Spiel zu Spiel.“

TSB Gmünd: Fabian, Neukamm –
Bächle (10/​1), Fröhlich (8/​3),
J. Waldenmaier (7), Schwenk (3), Krauß (2), Nadarevic (2), F. Häfner (2), Petersen (2),
J. Häfner (1), L. Waldenmaier (1), Leinß (1), Leichs

Veröffentlicht von Timo Lämmerhirt.
Lesedauer: 215 Sekunden.

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