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Schwanen-​Drama: Viel Resonanz in unserer Leserschaft

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Foto: hs

Das Schicksal des Gmünder Schwanenpaars Gustav und Sieglinde findet in der Leserschaft der Rems-​Zeitung viel Resonanz und Anteilnahme. Einige Leser haben möglicherweise eines der verschollenen Tiere an der Rems gesichtet.

Mittwoch, 09. Januar 2019
Heino Schütte
1 Minute 41 Sekunden Lesedauer

Wie in der Mittwochsausgabe ausführlich berichtet, ist nach Angaben des Seeaufsehers der Gemeinde Plüderhausen einer der Gmünder Schwäne vermutlich tot. Sein Partner wird vermisst. Gustav und Sieglinde waren zum zweiten Mal remsabwärts an die Seen bei Plüderhausen geflüchtet, nachdem ihr zugewiesenes Revier im Rempark sich als ungeeignet für eine Familiengründung gezeigt hat: Das Gelege wurde immer wieder von Hochwasserfluten zerstört. Leser der Rems-​Zeitung haben sich am Mittwochmorgen gemeldet, die berichten, dass sie in den letzten Tagen einen einsamen Schwan an der Rems zwischen Lorch und Gmünd gesichtet haben. Es ist nicht ausgeschlossen, dass es sich um das verschollene Tier handelt, das vielleicht zurück nach Schwäbisch Gmünd strebt.
Zum Thema hat die Rems-​Zeitung in ihrer Mittwochsausgabe auch einen Kommentar veröffentlich:

Kommentar
- Von Heino Schütte -
Schwäne sind ganz erstaunliche Tiere. Von ihren Tugenden können sich viele Menschen ein Stück abschneiden. So bleiben Schwanenpaare treu und vertraut in guten wie auch in schlechten Zeiten – bis an ihr Lebensende. Richtig giftig und gewalttätig wird ein Schwanenpartner, wenn ein anderes Tier dem oder der Liebsten zu nahe kommt. Dazu lieben Schwäne die Freiheit. Gustav und Sieglinde stehen als Mahnung, dass der Mensch die Würde anderer Kreaturen nicht missbrauchen sollte. Zwar gutgemeint, dennoch ein Fehler, dass Oberbürgermeister Richard Arnold zur Landesgartenschau 2014 den Remspark unbedingt mit Schwänen beleben wollte. Ob bewusst oder unbewusst wurden kupierte, also ihrer Freiheit beraubte Tiere in Gmünd angesiedelt. Sie wurden dennoch flügge, suchten sich ein besseres Revier für eine Familiengründung an den Seen bei Plüderhausen. Das Beispiel von Gustav und Sieglinde zeigt, dass der Mensch nie und nimmer die Natur und deren Instinkte beherrschen kann und Tiere nicht als Dekoration nutzen sollte, sondern diese als echte Partner der Schöpfungsgeschichte würdigen und
lieben muss und darf.

Aktualisierung: Am späten Mittwochmorgen hat sich ein Tierschützer aus Plüderhausen bei der Rems-​Zeitung gemeldet. Die traurige Nachricht: Auch er bestätigt den Tod eines der Tiere. Offenbar handelt es sich um Sieglinde, die an den Seen bei Plüderhausen vermutlich von einem Fuchs oder von einem anderen Raubtier gerissen wurde. Die gute Nachricht: Gustav befindet sich in der Obhut des Tierschützers und –kenners. Er versuche nun Kontakt zu OB Richard Arnold herzsutellen, um vielleicht gemeinsam nach einem neuen Weibchen für Gustav Ausschau zu halten.


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