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Forum Elektromobilität im Stadtgarten sehr gut besucht

Fotos: gbr

Die Zukunft fährt elektrisch! So lautet das unmissverständliche Credo beim 7. Gmünder Forum Elektromobilität. Die Entwicklung der Besucherzahlen bei dieser Veranstaltung sowie die Vielfalt der im Stadtgarten präsentierten Autos mit Elektromotor zeigte deutlich, dass diese Technologie rasant einen großen Marktanteil erobern wird.

Dienstag, 22. Oktober 2019
Gerold Bauer
2 Minuten 30 Sekunden Lesedauer

„Man sieht an der Entwicklung des Gmünder Forums den Stellenwert der Elektromobilität in der Gesellschaft“, konstatierte Moderator Peter Schwierz. Der auf diese Sparte der Fortbewegung spezialisierte Berliner Journalist kann dabei auf eigene Erfahrungen blicken, denn seit Jahren führt er bei dieser Veranstaltung in Gmünd durchs Programm und stellt auf dem Podium Fragen an Fachleute. „2013 hatten wir gerade 35 Besucher“, erinnerte der Gmünder Oberbürgermeister Richard Arnold und freute sich darüber, dass bei der siebten Auflage der Veranstaltung rund 300 Menschen Interesse an der zukunftsträchtigen Antriebstechnik zeigten.
IHK-​Hauptgeschäftsführerin Michaela Eberle plädierte dafür, dass man für neue Technologien offen sein und die Entwicklung aktiv mitgestalten sollte. Maik Stephan ist bei Volkswagen der Konzernstratege für Elektromobilität und ließ von der ersten bis zur letzten Sekunde seines Impulsvortrag keinen Zweifel daran, dass die Weichenstellung bei VW in Richtung 100 Prozent Elektromobilität der richtige Weg ist. „weil wir davon überzeugt sind, dass dies die einzige Chance ist, das Klima zu retten und trotzdem die individuelle Mobilität zu erhalten!“ Michael Ruprecht (e-​mobil BW GmbH) hegte er allerdings Zweifel, dass sich das alles mit batteriebetrieben Fahrzeugen bewältigen lasse. Er plädierte stattdessen dafür, die Brennstoffzelle und synthetische Kraftstoffe weiterhin im Blick zu behalten. Dr. Marcel Weil (KIT-​Institut für Technikfolgen und Systemanalyse) widersprach. Er bezweifle, dass es sich die deutsche Industrie leisten können, parallel nach dem Gießkannenprinzip verschiedene Technologien zu verfolgen.
„Vielleicht ist das ja nicht populär, was ich jetzt sage. Aber man muss grundsätzlich den Individualverkehr einschränken, um ihn erhalten zu können“, sprach sich Prof. Dr. Stefan Reindl (Institut für Automobilwirtschaft) für eine vernünftige Vernetzung von Auto, ÖPNV, Rad und Fußgängerverkehr aus. Enrique Luque Aleman (Voith) verwies auf den erfolgreichen Test von Elektrobussen in Schwäbisch Hall. Marc Holz (Institut für Oberflächentechnik) bestätigte, dass die Leichtbauweise sehr wichtig sei für eine effektive Elektromobilität. Hybrid-​Fahrzeugen, sprich Autos mit Elektro– und Verbrennungsmotor, erteilten durchweg alle auf dem Podium eine unmissverständliche Absage.

Die Remszeitung berichtet am 23. Oktober darüber und hat das Thema auch kommentiert!

Es hat sich was getan
THEMA: Die Wahrnehmung der Elektromobilität in der Öffentlichkeit
Von Gerold Bauer
Als die ersten „Öko-​Freaks“ in futuristischen Leichtbaufahrzeugen mit Elektromotor über die deutschen Straßen rollten, wurden sie mehr belächelt als bewundert. Doch in der öffentlichen Wahrnehmung der Elektromobilität hat sich einiges getan in den letzten Jahren. Immer mehr Kunden, die sich ein neues Auto kaufen wolle, ziehen ernsthaft ein Modell mit Elektromotor in Betracht. Dies hat gleich mehrere Gründe: Zunächst sieht man einem E-​Autos heute nicht mehr auf den ersten Blick an, was für ein Motor unter der Haube verbaut wurde. Man kann sich, so man das möchte, damit völlig unauffällig bewegen. Und dies durchaus über Distanzen, die in den allermeisten Fällen keinen Ladevorgang zwischendurch erforderlich machen. Schließlich bewegen sich die meisten Autofahrer selten über mehr als 100 km pro Tag – und dafür reicht der Akku selbst bei sportlicher Fahrweise. E-​Mobilität ist nicht nur bei Fahrrädern alltagstauglich geworden – und dass immer wieder scharenweise Menschen für den Klimaschutz auf die Straße gehen, bleibt in den Köpfen vieler Autofahrer nicht ohne Wirkung. Ein Umdenken hat aber auch in der Industrie stattgefunden. Hörte man vor Jahren beim Gmünder Forum für E-​Mobilität aus dieser Ecke noch skeptische Töne, so ließen alle auf dem Podium gestern keinen Zweifel daran, dass die Zukunft Autos mit Elektromotor und Batterie gehört.

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