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Männerchor-​Besteuerung: Dem Straßdorfer Liederkranz-​Chef fehlen da die Töne

Foto: hs

Kaum ist die eine Kuh vom Eis, da droht bei der „GroKo“ in Berlin schon die nächste Rutschpartie: Vizekanzler und Finanzminister Olaf Scholz will Männerchören und anderen Vereinen, die keine Frauen aufnehmen, die Gemeinnützigkeit aberkennen, mithin stärker besteuern. Beim Liederkranz Straßdorf, kulturell hochwertige Männerdomäne schon seit 160 Jahren, schüttelt man(n) zwar den Kopf, bleibt jedoch gelassen.

Mittwoch, 13. November 2019
Heino Schütte
47 Sekunden Lesedauer

Gleich als die Hiobsbotschaft aus Berlin bekannt geworden war, hat sich Liederkranz-​Vereinsvorsitzender Hubert „Hubbe“ Leist die Mitgliederkartei vorgeknöpft, denn zunächst fehlten ihm doch glatt die Töne. Er kann Entwarnung geben: Immerhin befinden sich unter den 160 Angehörigen des Traditionsvereins rund zehn Frauen.
Hubert Leist erklärt, dass es alles andere als böse Absicht oder Diskrimierung sei, wenn die Tradition eines Männerchors gepflegt werde. Denn das sei ein Stück Musikkultur, ebenso wie es ja auch reine Frauen-​, Mädchen– oder Knabenchöre gebe. Außerdem ist Hubert Leist überzeugt: „Frauen lieben doch reine Männerchöre!“ Leist, der auch Musikkabarettist ist, schlägt vor: Minister Olaf Scholz (SPD) möge doch mal bei seiner Chefin Angela Merkel (CDU) nachfragen, ob er Mitglied in ihrer Frauen Union werden dürfe.

Ganz im Ernst und mehr zum Thema am Donnerstag in der Rems-​Zeitung.

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