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500 Traktoren kommen durch Gschwend auf ihrem Weg nach Berlin

Fotos: zi

Derzeit sind Tausende von Landwirten und Landwirtinnen aus ganz Deutschland auf ihren Traktoren unterwegs in Richtung Berlin , wo am Dienstag eine große Demonstration stattfindet. Auch aus dem Ostalbkreis nehmen viele an der Stern– und Staffelfahrt teil. Am Sonntagnachmittag fuhren rund 500 Schlepper durch Gschwend, angeführt von Landwirten aus Honkling.

Sonntag, 24. November 2019
Edda Eschelbach
1 Minute 14 Sekunden Lesedauer

„Es ist gut, dass wir Bauern endlich zusammenhalten. Es ist ein Zeichen, dass sich so viele gemeinsam auf den Weg nach Berlin machen. Wir kämpfen für unsere Existenz und vor allem für die Zukunft unserer Kinder. Wir wollen, dass sie gerne Landwirt sein können und dürfen“, sagt Volker Keim, Landwirt aus Gschwend-​Honkling. Gemeinsam mit seiner Frau Anette und Michael Bukowski hat er die Landwirte aus seinem Umfeld mobilisiert. Gemeinsam mit viele interessierten Menschen erwarteten den Traktorkonvoi auch Staatssekretär Norbert Barthle und Bürgermeister Christoph Hald am Gschwender Marktplatz. Was sie zur Situation der Landwirte sagten, und warum die Landwirte sich auf die lange Reise zum Brandenburger Tor gemacht haben, erfahren Sie am 25. November in der Rems-​Zeitung.

Kommentar zum Thema
Von Edda Eschelbach
Solange die Menschen nicht bereit sind, für Nahrungsmittel einen angemessenen Preis zu bezahlen, wird es nicht möglich sein, diese anders als billig zu produzieren. Doch es wird von den Landwirten eine immer teurere Produktion bei gleichzeitig niedrigen Preisen für die Verbraucher verlangt. Daraus resultiert vieles, wofür die Landwirte den Schwarzen Peter zugeschoben bekommen. Angefangen beim Einsatz von Glyphosat bis zu Bienensterben und Nitrat im Boden. Es ginge anders, aber eben dann nicht mehr billig. Zugegeben, nicht jeder kann sich teure Lebensmittel leisten. Dafür wären höhere Einkommen nötig. Ein Grund mehr, sich mit den Bauern zu solidarisieren und neue Wege von der Politik einzufordern. Wenn die Bauern mit den Bienen sterben, hat sich die Frage ob Nahrung teuer oder billig sein soll, erledigt.


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