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Samstagsreportage: Winterdienst — Die Kämpfer gegen Eis und Schnee

Fotos: Lämmerhirt

Es ist ein „Steckenpferd“ der Gemeinde Waldstetten, so nennt es Bürgermeister Michael Rembold nicht ohne Stolz. Wenn im Winter der Himmel massenweise Flocken schickt, dann machen sich die Autofahrer in Waldstetten am wenigsten Sorgen. Dafür verantwortlich ist Michael Calvin, Leiter des Bauhofs – der Salzmann.

Freitag, 13. Dezember 2019
Timo Lämmerhirt
1 Minute 37 Sekunden Lesedauer

Seit 2000 bereits leitet Calvin die Geschicke des Bauhofs, seit 2008 gibt es das Gelände in der Au 4, direkt neben der Feuerwache. Dort beginnt der Winter in jedem Jahr im Oktober. „Dann bauen wir die Geräte einmal um, überprüfen, ob alles funktioniert, stellen schon einmal die Sole her“, erklärt Calvin. Die Sole ist ein Gemisch aus 600 Kilogramm Salz und 2000 Litern Wasser, das Natriumchlorid, also Kochsalz. 20 Minuten werden die Stoffe zusammen umströmt, dann ist eine 23prozentige Lösung fertiggemischt, die in die Fahrzeuge gepumpt werden kann. „Wir verwenden Siedesalz, das ist sauberer. Dadurch, dass wir es mischen, sparen wir natürlich Geld“, erklärt der Bauhofsleiter. Insgesamt aber scheuen die Waldstetter, wenn es um ihren Winterdienst geht, keine Kosten. „Das haben wir unserem Bürgermeister zu verdanken, der sagt: Ich spare gerne an allem, aber nicht an der Sicherheit der Bürger. Damit meint er die Straßenbeleuchtung und den Winterdienst“, lobt Calvin den ersten Mann der Gemeinde. Der Winterdienst habe stets Priorität, die sonstigen Arbeiten müssen dann warten. Diese Hierarchie ist klar festgelegt.
Vier große Fahrzeuge und drei kleinere sind im Winter bei Eis und Schnee im Einsatz. Winterzeit bedeutet für die zehn Mitarbeiter im Bauhof: von November bis Ende April. Unterstützt werden sie von Heiko Grünenwald, der eines der vier großen Fahrzeuge stellt und dieses auch im Winter fährt. In dieser Zeit verlassen sich die Waldstetter auch nicht auf den Wetterbericht, es gibt immer jemanden in der Früh– und jemanden in der Spätschicht. „Die Frühschicht muss spätestens um 4 Uhr Bescheid wissen, ob gestreut werden muss, um rechtzeitig zu alarmieren. Wenn die Menschen dann zur Arbeit oder zu den Schulen fahren, um 7 Uhr rum, dann sind die Straßen schon frei und befahrbar“, erklärt Calvin. Ausnahmen gibt es aber auch für die Eisbeseitiger. An Feiertagen wird nach 20 Uhr nicht noch einmal freigeräumt, außer es handelt sich um richtig viel Neuschnee. „Zwei bis drei Zentimeter auf die geräumten Strecken machen dann nichts aus. Am nächsten Tag geht es ja direkt weiter“, so Calvin.

Die ausführliche Reportage gibt es wie immer in unserer umfangreichen Samstagsausgabe.

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