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Barth am Board: Kevin Barth berichtet von der Dart-​Weltmeisterschaft

Grafik: RZ

Der Heubacher Kevin Barth ist Dartfan, dazu aber auch ein Experte dieser Präzisionssportart. In Barth am Board berichtet er exklusiv für die Rems-​Zeitung von der diesjährigen Dart-​Weltmeisterschaft im Londoner Ally Pally.

Samstag, 14. Dezember 2019
Alex Vogt
2 Minuten 23 Sekunden Lesedauer

Am Donnerstag stand die Anreise nach London an. Wir sind überpünktlich gelandet, sind dann aus dem Flugzeug raus und es war so richtig klischeehaft für England: Der Regen ist von allen Seiten gekommen. Da kannst du deine Jacke gar nicht zu genug machen.
Dann haben wir geschaut, dass wir vom Flughafen in die Stadt hineinkommen. Spätestens an der U-​Bahn hatten wir dann das Gefühl, dass wir in London angekommen sind. Die Leute rennen alle an einem vorbei, obwohl man nicht das Gefühl hat, selbst langsam unterwegs zu sein. Die Einheimischen geben einfach nochmal deutlich mehr Gas.
Am ersten Abend hatten wir dann beschlossen, da es der einzige wirklich ruhige Abend ist, dass wir noch gemütlich essen gehen. Wir haben uns dazu entschlossen, ein chinesisches Buffet zu plündern. So gemütlich, wie ich es mir zumindest für den ersten Tag vorgestellt hatte, war es dann aber am Ende doch nicht, denn am späten Abend stand noch Arbeit für mich auf dem Programm. Mittags wurde ich von „radioeins“ angerufen, das ist ein Sender aus dem Raum Berlin-​Brandenburg. Die wollten ein Live-​Gespräch mit mir zur Dart-​Weltmeisterschaft machen. Das hat dann am Freitagmorgen um 9 Uhr deutscher Zeit stattgefunden. Abends hatte ich das Gespräch noch etwas vorbereitet. Es war ein launiges Gespräch und ich hoffe, dass ich den Leuten etwas Bock auf die Dart-​Weltmeisterschaft machen konnte.
Danach habe ich mich dann aber nochmal aufs Ohr gehauen, denn die Möglichkeiten zum Schlafen werden in der nächsten Zeit etwas begrenzt sein. Der Freitag war insgesamt nochmal etwas ruhiger für uns. Du schaust einfach an den Tagen, an denen nur abends die Spiele stattfinden, dass du den Tag über noch entspannt bist. Da kaufst du dann nochmal einige Dinge ein, der Zimmernachbar schnarcht beispielsweise, da musste ich mir direkt Oropax besorgen.
Zwei bis drei Stunden vor der Veranstaltung haben wir uns dann auf den Weg gemacht. Vor unserem Hotel können wir direkt in den Bus einsteigen und sind knappe sieben Minuten später schon am Alexandra Palace. Im Ally Pally ging es dann die Treppen hoch, durch eine Tür hindurch und du spürst sofort das besondere Flair dieses Gebäudes. Es hat auch einen eigenen Geruch.
Spätestens dann merke ich immer, dass auch ich angekommen bin. Dann haben wir uns unsere Akkreditierungen abgeholt, sind in den Presseraum gegangen und vom Pressesprecher der Professional Darts Corporation (PDC) herzlich begrüßt worden. Dort habe ich dann einige bekannte Gesichter wiedergesehen, ist es doch meine bereits vierte WM, die ich vor Ort erlebe. In England sind sich selbst die TV-​Kommentatoren nicht zu schade, im Presseraum zu sitzen, das gibt es in Deutschland nur in den seltensten Fällen. Da kommst du dann mit jedem ins Gespräch, da haben sich durchaus auch schon über die Jahre Freundschaften ergeben, du kannst mit den Kollegen locker rumflachsen, es macht einfach Spaß, dort zu sein.
Der Eröffnungstag ist natürlich auch Großkampftag für alle, denn unter anderem Weltmeister Michael van Gerwen ist ins Turnier gestartet. Ansonsten haben wir es arbeitstechnisch noch ruhiger angehen lassen, haben zwei, drei Interviews geführt, wollten aber auch erstmal in die Halle schnuppern und diese einzigartige Stimmung aufsaugen, uns einfach erst einmal akklimatisieren, es auch genießen. Ich habe mir ohnehin vorgenommen, in diesem Jahr häufiger Zeit in der Halle zu verbringen, weniger Zeit vor dem Laptop.

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