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ÖPNV: Die Verträge für neuen Vollverbund sind unterschrieben

Fotos: esc

Den ÖPNV neu denken – die Idee hatte Landrat Klaus Pavel im Österreich-​Urlaub. Diese Idee mündete gestern in der Gründung eines neuen Verbunds. Damit legten Landkreis und Busunternehmer die von vielen schon als unabwendbar gesehene europaweite Ausschreibung zur Linienbündelung vorerst auf Eis. „Ein fast historisches Ereignis“, nannte Landrat Klaus Pavel die Vertragsunterzeichnung am Montag im Landratsamt.

Montag, 16. Dezember 2019
Edda Eschelbach
1 Minute 24 Sekunden Lesedauer

Das Damokles-​Schwert „Linienbündelung“, das lange Zeit über den Busunternehmen im Kreis schwebte, hat sich zwar noch nicht in Luft aufgelöst, aber es wurde zumindest für die nächten vier Jahre zur Seite gelegt. Am Montag wurden die Verträge unterzeichnet und am 1. Januar soll es losgehen. In dem Tempo möchte Landrat Klaus Pavel auch weitermachen. Im Januar 2020 seien erste Arbeitsgespräche geplant, in denen die ersten Aufgaben besprochen werden. Wie es mit dem neuen Verkehsverbund weitergeht, können Sie am 17. Dezember in der Rems-​Zeitung lesen.


RZ-​Redakteurin Edda Eschelbach hat das Thema kommentiert:

Den Bus nutzen
THEMA: Linienbündelung für vier Jahre ausgesetzt

Was sich Anfang dieses Jahres noch niemand vorstellen konnte, ist jetzt im Ostalbkreis Realität. Statt einer europaweiten Ausschreibung und der damit verbundenen Existenzsorge der Busunternehmen im Kreis, gibt es nun eine neue Gesellschaft, in der Kreis und Unternehmen an einem Strang ziehen. Unerwartet, aber sinnvoll. Es ist eine Chance für alle Seiten. Der Landkreis bestellt Leistungen bei der eigenen Gesellschaft, die eingesessenen Unternehmen müssen nicht mehr um ihre Zukunft fürchten, und die Mitarbeiter werden ihre Arbeitsplätze behalten. Profitieren müssen jetzt nur noch die Fahrgäste. Günstigere Tarife, bessere Taktungen, schnelle Verbindungen, moderne Busse – es ist ein großes Paket, das es hier zu schnüren gilt. Denn die Erwartungen, die für die Linienbündel-​Ausschreibungen galten, stehen nach wie vor im Raum. Die Verträge sind unterschrieben, jetzt gilt es, sie mit Inhalten zu füllen. Doch der große Schritt, der jetzt getan wurde – der einzigartig im Land ist – lässt hoffen, dass alle gemeinsam die nächsten Schritte auch schaffen. Eine Unbekannte hat die Rechnung dennoch – die Fahrgäste. Es kann nur dann funktionieren, wenn die Menschen die Busverbindungen nutzen.

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