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Bürgermeisterkandidat Björn Schmid möchte auf eine Plakatierung verzichten

Nur in unserer Darstellung gibt es alle Lorcher Bürgermeisterkandidaten auf Wahlplakaten zu sehen; Björn Schmid (Mitte) möchte im Wahlkampf auf eine Plakatierung in der Stadt verzichten, Marita Funk und Andreas Schneider hingegen nicht. Foto: rz-​repro

Der Lorcher Bürgermeisterkandidat Björn Schmid hat am Wochenende angekündigt, während des Wahlkampfes auf eine Plakatierung verzichten zu wollen und dies mit der Nachhaltigkeit begründet. Die Reaktion seiner Mitbewerber ließ nicht lange auf sich warten.

Montag, 23. Dezember 2019
Nicole Beuther
1 Minute 43 Sekunden Lesedauer

„Diese Art der Werbung über wenige Wochen hinweg ist für mich mit dem Gedanken des Umweltschutzes nicht vereinbar“, erklärt Björn Schmid seinen Verzicht auf Plakatierung im Wahlkampf. Weiter erklärt er, dass das große Bewerberfeld zwangsläufig zu einem hohen Materialeinsatz führe und das Material nach ein paar Wochen wieder entsorgt werden müsse. So weit, so gut. Doch Schmid geht in seiner Pressemitteilung noch einen Schritt weiter und ruft alle Bewerberinnen und Bewerber auf, eine gemeinsame freiwillige Vereinbarung zu treffen, in der alle zusammen auf diese „Art der Werbung“ verzichten. Das eingesparte Geld könne in einer gemeinsamen oder jeder in einer eigenen Aktion einem guten gemeinnützigen Zweck zukommen lassen.

Wie die beiden Mitbewerber Marita Funk und Andreas Schneider darauf reagieren, das steht am Montag in der Rems-​Zeitung.

Hier der Kommentar von RZ-​Redakteurin Nicole Beuther:
„Seit ich wählen darf, habe ich noch nie jemanden gewählt, nur weil er mir an irgendeinem Straßenrand vom Plakat entgegen gelächelt hat. Im Gegenteil: Ich gehöre eher zu den Menschen, die genervt reagieren angesichts der Schilderwälder, die zu allen möglichen Wahlen in allen möglichen Städten und Ortschaften in der Region zu sehen sind. Schon oft habe ich mir gedacht, dass man mit dem Geld weitaus „Sinnvolleres“ tun könnte. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass es vielen anderen Menschen bei den Landtags– oder Bundestagswahlen ähnlich geht wie mir: Man hat „seine“ Partei, schwankt vielleicht mal zwischen zwei Parteien, aber nie im Leben wählt man jemanden, nur weil er einem an jeder Ecke entgegen lächelt.
Bei einer Bürgermeisterwahl ist es ein bisschen anders. Da hat der Wähler nicht von vorneherein schon seinen Favorit, sondern muss sich teilweise erst einmal zu allen Kandidaten informieren. So ist es nun auch in Lorch. Die Kandidaten, die bis jetzt feststehen, sind Auswärtige, die sich den Lorchern erst einmal vorstellen müssen. Da ist umso mehr Eigeninitiative gefragt. Das ist den Kandidaten natürlich auch bewusst. Schon jetzt haben die ersten von ihnen damit begonnen, dem einen oder anderen Verein einen Besuch abzustatten und mit den Lorchern ins Gespräch zu kommen. Dennoch ist die Entscheidung von Bürgermeisterkandidat Björn Schmid, gar keine Außenplakate aufzuhängen, sehr mutig. Denn im öffentlichen Raum wird er weniger präsent sein wie seine Mitbewerber. Ausschlaggebend für den Ausgang der Lorcher Bürgermeisterwahl am 16. Februar 2020 wird das aber vermutlich nicht sein.“

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