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Me.Lab: Vier Wände, die leben

Fotos: Lämmerhirt

„Die Massenmedien geben dem Menschen zu viel Stumpfsinn.“ Dieses Zitat stammt von Umberto Eco. Und Umberto heißt auch eines der vier großen Displays im neuen Hörsaal 6 der PH Gmünd, besser gesagt im Me.Lab (Media Education Lab). Dieses innovative Raum-​Lernkonzept ist nun einem kleinen Kreis präsentiert worden.

Donnerstag, 05. Dezember 2019
Timo Lämmerhirt
1 Minute 56 Sekunden Lesedauer

An der Digitalisierung kommt niemand vorbei, es ist nur die Frage, wie man mit ihr umgeht. Prof. Dr. Lutz Kasper hat in seiner Begrüßung Beispiele des Fortschritts prägnant dargestellt, als er die ersten Rechner mit dem I-​Phone 11 verglich. Letzteres hat eine millionenfache Leistung gegenüber der alten Rechner von vor rund 30 Jahren. „Das ist ein aberwitziges Tempo und es gibt keinen Grund, warum dieses Tempo abnehmen sollte“, so Kasper. Um so bemerkenswerter, dass nun ausgerechnet die PH, die nun einmal zum Großteil Lehrer ausbildet, das Me.Lab ins Leben gerufen hat, denn speziell die Lehramtsstudierenden würden die digitalen Technologien am wenigsten nutzen. „Das macht nicht gerade Mut und sollte uns zu denken geben“, fährt Kasper fort. Und es hat zu denken gegeben. In den vergangenen Monaten hat man sich intensiv mit der Errichtung dieses neuen Hörsaals beschäftigt, um eben dieser Rasanz gerecht zu werden.
Die Digitalisierung, so Kasper, werde auch zukünftig immer mehr ins Curriculum implementiert. Diejenigen, die mit der Digitalisierung gehen, sie gar vorantreiben, verglich er mit den Spitzensportlern. Die Breitensportler hingegen sind die Skeptiker oder Pragmatiker, „oder auch die, die schlichtweg keine Lust haben, sich konkret damit auseinanderzusetzen“. Man müsse aber in beide Bereiche investieren, denn beide seien wichtig. „Die Kluft dazwischen darf nicht größer werden, weil sonst der eine Teil abgehängt wird“, so Kasper.


„Die angehenden Lehrkräfte müssen lernen, wie man Kinder dazu bekommt, nicht nur die digitalen Medien zu nutzen, sondern vor allem auch dazu bringen, die digitalen Medien kritisch zu hinterfragen.“
Prof. Dr. Thomas Irion


Prof. Dr. Thomas Irion war es dann vorbehalten, einige Feinheiten des neuen Hörsaals zu präsentieren. „Das Me.Lab wurde entwickelt, um die Studierenden auf die digitale Welt vorzubereiten. Die angehenden Lehrkräfte müssen lernen, wie man Schüler dazu bekommt, nicht nur die digitalen Medien zu nutzen, sondern vor allem auch die digitalen Medien kritisch zu hinterfragen.“
Monatelang haben die Initiatoren recherchiert, um den perfekten Lern– und Lehrraum zu gestalten, haben in Cardiff, München, der Stadtbibliothek Augsburg hospitiert oder in einem Londoner Tagungshotel, um Ideen zu sammeln. Das erste Ziel des Me.Lab ist klar: der klassische Frontalunterricht, bei dem ein Dozent vorne referiert, den gibt es in diesem Raum nicht – er wäre aber noch möglich, wie alleine diese Präsentation gezeigt hat. „Es ist ganz wichtig, dass es keine Ausrichtung gibt, wie beispielsweise mit einer Tafel. Dazu war uns die Akustik ebenfalls sehr wichtig. Wir haben hier eine gute Dämmung hinbekommen, dadurch aber keine tote Akustik erzeugt“, erklärt Irion.

Den ausührlichen Bericht lesen Sie in der Freitagsausgabe der Rems-​Zeitung.

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