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Bürgerinitiative schockiert: Idylle am abgerissenen Remswehr jetzt vollends zerstört

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Fotos: Heino Schütte

Die Bürgerinitiative im Stadtteil Hussenhofen-​Zimmern für Rettung beziehungsweise Reaktivierung des historischen Mühlbach-​Biotops hat am Freitagabend erneut alle Alarmglocken schrillen lassen. Der durch eine überzogene EU–Naturschutzmaßnahme vollzogene Abriss des historischen Remswehrs hat nun auch die gewollte Idylle eines naturnahen Wasserfalls vollends zerstört. Schier unglaublich: Öffentliche Geldverschwendung plus Naturzerstörung pur.

Freitag, 22. März 2019
Heino Schütte
1 Minute 12 Sekunden Lesedauer

Vor mittlerweil vier Jahren stand eine offenbar völlig überzogene Abrissmaßnahme, empfohlen und gefördert von der Europäischen Union (EU): Das historische Remswehr vor Zimmern wurde abgerissen, um einem naturnahen Wasserfall Platz zu machen. Auch sollten Fische Gelegenheit bekommen, dort hin und her zu wandern. Die Folge aber war: Das fast 500 Jahre alte und zwei Kilometer lange Biotop des örtlichen Mühlbachs fiel nahezu trocken. Seit Jahren versprechen die Behörden eine Korrektur der Fehlentscheidung. Noch schlimmer nun: Von der staatlich gewollten und mit viel Geld geförderten Renaturierung der Rems gibt’s dort keine Spur mehr. Vielmehr spielt sich durch bürokratische Entscheidungen eine „Naturkatastrophe“ ab. Mit jedem Hochwasser gibt’s durch den künstlichen Eingriff in den historischen Flusslauf immer mehr Schäden. Der Auwald bei Zimmern trocknet aus, weil der Wasserspiegel durch den Abriss des alten Remswehrs gesenkt wurde. Bäume stürzen um. Und für die Rettung einer unterspülten Brücke musste jetzt sogar der eigentlich naturnahe Wasserfall vollends geopfert werden. Die einstige und intakte Idylle gleicht derzeit einer Großbaustelle, um die unterspülte Brück dort zu retten. Die Bürgerinitiative „Rettet den Mühlbach“ zeigt sich nur noch schockiert, sondern bisweilen sprachlos angesichts der ökologischen Folgen. Ihre Position: Das ganze, zwischenzeitlich auch sündhaft teure und völlig aus den Fugen geratene „Naturschutz-​Chaos“ hätte nie so stattfinden können und dürfen, wenn die zuständigen Naturschützer und Behörden rechtzeitig auf die Hinweise von orts– und sachkundigen Bürgern gehört hätten.

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