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Kommentar: Mund abputzen und Erfahrung mitnehmen

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Foto: RZ

Das 1:4 (1:1) des Fußball-​Oberligisten 1. FC Normannia Gmünd hat einiges offenbart. Unser Redakteur Timo Lämmerhirt war auch bei dieser Partie wieder im Schwerzer vor Ort — und hat eine klare Meinung: Neustart in der Verbandsliga. Ein Kommentar.

Montag, 22. April 2019
Timo Lämmerhirt
1 Minute 44 Sekunden Lesedauer

Zwei Siege und elf Remisen haben die Normannen in 27 Partien eingefahren. Ein erstes Fazit kann man ziehen: Oberliga-​Niveau hat der FCN einfach nicht. Das wird den Gmündern nun vor allem in der Rückrunde ein ums andere Mal deutlich vor Augen geführt. Dazu ist das Selbstbewusstsein im Keller. Immer mal wieder gibt es Lichtblicke in den Partien, in denen man den Normannen diese Oberliga-​Tauglichkeit nicht absprechen kann – doch in Summe ist es einfach zu wenig. Es fehlt insgesamt an Qualität, Mentalität, vor allem aber an der Konstanz. Trainer Holger Traub, ein sympathischer und umgänglicher Zeitgenosse, sagte bereits häufig, dass man zu früh aufgestiegen sei. Aber das ist Unsinn! Diesen Aufstieg dank der Verbandsliga-​Meisterschaft kann den Spielern und auch ihm keiner mehr nehmen. Und auch dem Dabeisein in der Oberliga, in der man häufig durchgeschüttelt wurde und wie ein Boxer von Ringseil zu Ringseil taumelt, die Deckung nicht mehr hochbekommt, kann man Positives abgewinnen. Man sollte sich nicht an die Theorie klammern, dass der 16. Platz unter Umständen noch für den Klassenerhalt reichen könnte, denn selbst dieser ist aktuell mehr denn je in Gefahr. Ein Abstieg könnte sogar guttun, dieses Jahr hat die Spieler sicherlich nicht schlechter gemacht. Der Großteil der Mannschaft wird bleiben. Ob aber Simon Knecht bleiben wird, das scheint nun fraglicher denn je. Der sich aktuell in Gesprächen befindliche polyvalente Spieler wurde gegen Ravensburg in der Halbzeit ausgewechselt. Dabei war er einer der Aktivposten. Überhaupt bestand nach dem 1:1 gegen den FVR kein Grund, überhaupt zu wechseln. Man habe Dominik Pfeifer bringen wollen, so Traub. Warum? Es schien so, als sei das vor der Partie festgelegt, der Spielverlauf aber nicht berücksichtigt worden. Die Quittung hat Traub dann bekommen. Doch auch er wird aus dieser Saison einiges mitnehmen, auch er ist sicherlich kein schlechterer Trainer geworden. Mit Traub hat die Normannia verlängert. Gut so! Der Verein braucht Konstanz. Im Sommer muss der FCN die richtigen Stellschrauben drehen, sprich: die richtigen Spieler verpflichten, einige abgeben. Gepaart mit dem (guten) Stamm, der bleibt, ist die Normannia in der kommenden Saison Meisterschaftskandidat Nummer eins – in der Verbandsliga.

Einen ausführlichen Spielbericht sowie die Stimmen zum Spiel lesen Sie in der Dienstagsausgabe der Rems-​Zeitung.

timo.​laemmerhirt@​remszeitung.​de

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