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Menschliches Einhorn: Pro oder Contra?

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Foto: Künstler Udo Schurr und sein menschliches Einhorn. Foto: smm

Nun ist Schwäbisch Gmünd mal wieder bundesweit in die Schlagzeilen geraten. Und nicht überall positiv. Auch die Meinungen unter den Leser/​innen der RZ gehen auseinander. Man kann die Geschichte in der Tat auf verschiedene Art und Weise betrachten, um zu einer Meinung zu kommen. Die Rems-​Zeitung schreibt dazu am Dienstag ein „Pro und Contra“.

Montag, 13. Mai 2019
Heinz Strohmaier
1 Minute 16 Sekunden Lesedauer

Redakteur Manfred Laduch meint: Ja, die Älteren mögen rechthaben mit der Bemerkung „früher hätte es so etwas nicht gegeben.“ Aber früher ist halt nicht heute. Schon vor 50 Jahren ernteten die Künstler Ed Sommer, Walter Giers und Hans Kloss einen „Shitstorm“ durch ihre Lust an Provokation. „So eine verklemmte Diskussion hab’ ich schon lange nicht mehr erlebt“, sagt ein alter Gmünder. Und er meint nicht jene vor einem halben Jahrhundert, sondern die aktuelle. Kunst liegt immer im Auge des Betrachters. Und Udo Schurr, immerhin Weltmeister in seiner Sparte, hat in und um Gmünd schon des öfteren ähnliche und ebenso spärlich bekleidete Modelle bei Veranstaltungen präsentiert – ohne jede Beanstandung. Weder durch Menschen mit einem sehr konservativen Kunstbegriff noch durch falsch verstandene Emanzipations-​Apostelinnen. Kurz und gut: Kriegt Euch wieder ein, das war Öffentlichkeitsarbeit in ihrer wirksamsten Form.
Und CvD Heinz Strohmaier schreibt: . Das (fast) nackte Einhorn nun als Beitrag zur Kunst darzustellen, ist an den Haaren herbeigezogen. Da hätte man einen Ort suchen können, wo Künstler Udo Schurr sein Einhorn kreiert. Wer es sehen will, schaut zu, wer nicht, läuft weiter. Aber hier konnte man den Kopf ja nicht wegdrehen. Am Ende des Tages muss man sagen: Vielleicht gut gedacht, aber schlecht gemacht. Ein Pony mit einem aufgesetzten Horn wäre auch lebendig gewesen und Kinder hätten darauf reiten können. Die Gartenschau in Gmünd hat so viele Glanzpunkte, da hätte man auf diese zwei Punkte verzichten können.

Die RZ veröffentlicht gerne weitere Leserbriefe zu diesem Thema. Schreiben Sie uns an „redaktion@​remszeitung.​de“

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