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Rosemarie Gaiser stellvertretende Bürgermeisterin in Mutlangen

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Foto: gbr

Neun Mitglieder des alten Gemeinderats sind in Mutlangen bei der Wahl nicht mehr angetreten und haben Platz für „neue Gesichter“ gemacht. Nach der Begrüßung und Verpflichtung des gesamten Gremiums wurde in einer geheimen Wahl Rosemarie Gaiser zur neuen Vize-​Bürgermeisterin gewählt.

Dienstag, 09. Juli 2019
Gerold Bauer
2 Minuten 1 Sekunden Lesedauer

„Jetzt wird’s ernst“, sagte die Bürgermeisterin als Überleitung zum Eintritt in die Tagesordnung – ohne zu diesem Zeitpunkt schon zu wissen, dass sie damit den Nagel auf den Kopf getroffen hatte. Denn schon beim Antrag von Dr. Jens Meyer, künftig zur besseren Verteilung der Arbeit zwei beschließende Ausschüsse einzuführen (einen für Bausachen und den anderen für Verwaltungsangelegenheit), wurde kontrovers diskutiert.
Ähnlich auseinander gingen die Meinungen im Hinblick auf die Wahl der ehrenamtlichen Stellvertreter(innen) von Bürgermeisterin Eßwein. In geheimer Abstimmung entschied die Mehrheit, dass es eine Persönlichkeitswahl sein soll und daher das Wahlergebnis des/​der Einzelnen und nicht die Sitzzahl der Fraktion maßgebend sei.
Damit wäre die Wahl von Rosemarie Gaiser (mit 3651 Stimmen mit Abstand die „Stimmenkönigin“) eigentlich klar gewesen. Allerdings warf Melanie Kaim ebenfalls ihren Hut in den Ring. In einer ebenfalls geheimen „Kampfabstimmung“ setzte sich Gaiser klar durch. Auch die weiteren drei Stellvertreter wurden – getreu ihrer Wahlergebnisse — vorgeschlagen und in jeweils geheimer Wahl ohne Gegenkandidaten auf den Schild gehoben: Felix Fauser, Dr. Jens Meyer und Harald Pfitzer. Julia Windschüttl hatte zwar etwas mehr Wählerstimmen als Pfitzer, verzichtete aber auf dieses Amt.

Ausführlich berichtet die RZ am 10. Juli über die Diskussion in der konstituierenden Sitzung und hat das Wahl-​Prozedere kommentiert!

Fängt schon gut an
THEMA: Umständliche Prozedur bei der Wahl der Vize-​Bürgermeister
Von Gerold Bauer
Man hat ja im Mutlanger Gemeinderat schon allerhand erlebt. Erinnert sei an die Zeit der Proteste gegen die Atomraketen auf der Heide, als die große Politik des Westens gegen den Osten auch zur Blockbildung im Gremium führte und über Abrüstung teils erbittet diskutiert wurde. Inzwischen sind alle in Mutlangen froh, dass das Militär weg ist und dieses Gelände ein schönes Wohngebiet werden konnte. Auch in jüngerer Vergangenheit waren Gemeinderatssitzungen dort weit davon entfernt, eine Versammlung von Ja-​Sagern zu sein. Über ganz unterschiedliche Themen gab es immer wieder einen sehr intensiven Meinungsaustausch.
Das ist ein Zeichen für eine funktionierende Demokratie – doch wer gestern die konstituierende Sitzung des neuen Gemeinderats miterlebt hat, konnte zum Schluss kommen: Das fängt schon gut an!
Landauf landab ist es üblich, dass sich die Posten der stellvertretenden Bürgermeister am Wahlergebnis orientieren. Mal nach der Sitzzahl der Fraktion, mal nach dem Stimmergebnis der Gewählten – wenn es keine Fraktionen gibt. Damit soll sichergestellt werden, dass der Vertreter vom Schultes eine Akzeptanz bei Bürgerinnen und Bürgern genießt. Dass man aber mehrere geheime Wahlgänge zelebriert, um bei vier Fraktionen vier stellvertretende Bürgermeister zu wählen, spricht nicht gerade für den Beginn einer vertrauensvollen und harmonischen Zusammarbeit. So was geht pragmatischer!

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