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Pläne für Hallenbad-​Neubau in Gmünd sind wohl vom Tisch

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Foto: gbr

Als Oberbürgermeister Richard Arnold auf der Basis einer Stellungnahme des Regierungspräsidiums Ende 2018 in Sachen Hallenbad eine „Denkpause“ eingeläutet hatte, meinte er damit keine Pause vom Denken, sondern eine Pause zum Nachdenken. Zahlen und Fakten wurden seither gesammelt als Entscheidungsgrundlage für das weitere Vorgehen. Die Informationen liegen nun auf dem Tisch der Verwaltung und sprechen offenbar eine klare Sprache: Ein neues Freizeitbad kann sich die Stadt mittelfristig nicht leisten.

Samstag, 10. August 2019
Gerold Bauer
1 Minute 35 Sekunden Lesedauer

Bei der Stadtverwaltung ist für die Finanzen sowie die Sportstätten der Erste Bürgermeister Dr. Joachim Bläse zuständig – und der brütet seit Wochen über den aktuellen Zahlen, um gleich nach der Sitzungspause dem Gemeinderat alle Informationen für eine richtungsweisende Entscheidung zu geben. Bläse machte im Gespräch mit der Rems-​Zeitung deutlich, dass diese Entscheidung nicht die Verwaltung treffe, sondern die gewählten Vertreter der Gmünder Bürgerschaft. Allerdings ließ er auch keinen Zweifel daran, was er dem Gremium aus seiner Sicht zum gegenwärtigen Zeitpunkt empfehlen wird.

Ausführlich berichtet die Rems-​Zeitung am 10. August über die Hallenbad-​Frage und hat das Thema auch kommentiert:

Reißleine ziehen
THEMA: Warum in Sachen Hallenbad eine Niederlage auch ein Sieg ist

Von Gerold Bauer
Unter einem Pyrrhussieg versteht man seit der Antike eine Auseinandersetzung, die man zwar „gewonnen“ hat, die aber aufgrund der hohen Verluste keinen Anlass zum Feiern gibt. Im Hinblick auf das Gmünder Hallenbad könnte man ein neues Wort einführen: Eine Pyrrhusniederlage! Denn die Taubental-​Bürgerinitiative hat zwar ihr eigentliches Ziel verfehlt, denn der Wunsch, den Neubau eines Hallenbads am Nepperberg durch einen Bürgerentscheid zu verhindern, wurde nicht erfüllt. Und doch war diese Niederlage ein Sieg auf der ganzen Linie. Denn das Regierungspräsidium hat nicht nur die Bürgerbad-​Idee der Initiative verworfen, sondern im gleichen Atemzug auch klar gestellt, dass sich die Stadt angesichts ihrer Schulden in absehbarer Zeit kein neues Bau leisten kann. Die Stadtverwaltung hat nochmals alle Zahlen und Fakten geprüft und hätte wohl auch aus eigenem Antrieb die Reißleine gezogen, weil zuerst die Pflichtaufgaben erledigt werden müssen, bevor man Wünsche erfüllt, die über die Grundversorgung hinaus gehen – egal wie verständlich und nachvollziehbar diese sind. Und dies wäre ein Sieg der Vernunft!

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