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Plüderhäuser See bleibt gesperrt

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Foto: edk

Am 03.09.2019 hat das Gesundheitsamt erneut Proben aus verschiedenen Bereichen des Plüderhäuser Badesees entnommen. Die Untersuchung hat ergeben, dass die Belastung durch Blaualgen (Cyanobakterien) weiterhin auch in weiteren Bereichen des Badesees besteht.

Donnerstag, 05. September 2019
Heinz Strohmaier
1 Minute 5 Sekunden Lesedauer

Gerade im Nichtschwimmerbereich ist die Belastung an Blaualgen in hoher Konzentration vorhanden. Aufgrund des anhaltenden Nachweises von Blaualgen im Badegewässer besteht weiterhin eine Gesundheitsgefährdung beim Baden und Schwimmen im See. Das bestehende Badeverbot muss deshalb zum Schutz der Bevölkerung bis auf weiteres aufrechterhalten werden. Zwar kann es je nach Wetterlage und Windrichtung zu Veränderungen der Blaualgenbelas-​tung an der Wasseroberfläche in verschiedenen Bereichen des Badesees kommen, es ist jedoch nicht auszuschließen, dass die Belastung an bestimmten Stellen in gefährlich hoher Konzentration auftreten kann. Kommt es zu äußerlichem Kontakt mit Blaualgen oder zum Verschlucken von Wasser, das mit Blaualgen belastet ist, kann dies zu folgenden Krankheitssymptomen führen: – Haut– und Schleimhautreizungen – Bindehautentzündungen – Ohrenschmerzen – Durchfall – Fieber – Atemwegserkrankungen – allergische Reaktionen In seltenen Fällen, bzw. auch beim Verschlucken größerer Mengen Blaualgen-​belasteten Wassers kann es durch die Microcystine (gebildeter Giftstoff der Blaualgen) auch zu Leberentzündungen kommen. Besonders Kleinkinder und Kinder sind gefährdet, solche Beschwerden zu entwickeln. Das Gesundheitsamt bittet die Bevölkerung auf die Beschilderung vor Ort zu achten und weist ausdrücklich darauf hin, das bestehende Badeverbot zu beachten. Insbesondere sind Eltern aufgefordert, ihre Kinder nicht ins Wasser zu lassen. Für Kinder kann sogar Lebensgefahr bestehen, wenn sie größere Mengen belastetes Wasser verschlucken, insbesondere in den flachen Bereichen in denen sich die Blaualgenblüten in der höchsten Konzentration an-​sammeln. Auch für Tiere können Blaualgen tödlich sein, wenn sie sich beispielsweise das Algenblü-​tenmaterial aus dem Fell lecken.

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