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Kevin Barth zur Darts-​WM: „Wright hat es verstanden, seine Gegner zu bestrafen“

Grafik/​Screenshots: RZ/dartn.de

Der Heubacher Kevin Barth hat diese Darts-​Weltmeisterschaft begleitet wie sonst keiner im Ostalbkreis und war während dieser Zeit mit „Barth am Board“ als Kolumnist für die Rems-​Zeitung tätig. Mit Peter Wright als Weltmeister hat die WM nun geendet – und damit auch „Barth am Board“. Zumindest vorerst.

Donnerstag, 02. Januar 2020
Timo Lämmerhirt
1 Minute 54 Sekunden Lesedauer

Zum Abschluss hat sich unser Redakteur Timo Lämmerhirt, der die Episoden von Barth niedergeschrieben hat, noch einmal mit dem 26-​Jährigen unterhalten.

Mit 7:3 hat sich Peter Wright im Finale gegen die Nummer eins der Welt, Michael van Gerwen, durchgesetzt. Standen sich denn in diesem Finale auch die beiden besten Darter gegenüber?

Wenn man sich das gesamte Jahr 2019 anschaut, dann würde ich das gar nicht so sagen. Van Gerwens Dominanz war auch in Teilen 2019 wieder zu spüren. Wright aber hatte eine lange Ergebniskrise, zumindest im ersten halben Jahr. Da stand zwischendurch sogar auf dem Spiel, überhaupt in den Top Ten bleiben zu können. Wright ist dann während der WM stärker geworden, nachdem er in der ersten Runde sogar Match-​Darts gegen sich hatte. Er hat sich sehr gesteigert – und das war entscheidend. Ob sich die beiden besten Darter des Jahres gegenüberstanden, weiß ich nicht. Am Ende haben wir aber einen würdigen Weltmeister. Wer van Gerwen im Finale so besiegen kann, der hat es definitiv verdient.

Damit hat sich die Anschlussfrage fast schon erübrigt: Ist Wright der verdiente Weltmeister?

Ja, ab dem Viertelfinale hat er das gespielt, was man in dieser späten Phase des Turniers spielen muss. Er hat es verstanden, seine Gegner für ihre Fehler zu bestrafen. Gerwyn Price hat im Halbfinale überhaupt nicht zu seiner Form gefunden. Da waren im Vorfeld nicht wenige davon ausgegangen, dass wir das Traumfinale zwischen Price und van Gerwen zu sehen bekommen – ich übrigens auch. Es geht aber nicht nur darum, dass van Gerwen Fehler gemacht hat – Wright musste in diesen Momenten auch immer da sein. Wright hatte einfach das komplettere Spiel im Finale.

Jetzt herrschte ja während dieser WM bei den Experten – auch Sie gehörten dazu – die Meinung vor, dass der Dartsport breiter geworden sei, die jüngeren Spieler zu den Stars der Szene aufgeschlossen hätten. Was sagt es denn dann aus, wenn ein 49-​Jähriger Altstar die WM gewinnt?

Das sagt uns vor allem, dass man in jedem Alter noch ein entsprechendes Niveau spielen kann. Man muss sich natürlich fragen, inwiefern man dieses Niveau über ein ganzes Jahr anbieten kann. Wright hat schon bewiesen, dass die Konstanz das Problem ist. Woche für Woche kann er kein Topniveau mehr spielen, aber er kann es in den richtigen Momenten. In diesem Alter muss man dann schauen, wie man mit seinen Kräften, sowohl körperlich als auch mental, haushält.

Das ausführliche Interview mit unserem Kolumnisten Kevin Barth lesen Sie in der Freitagsausgabe der Rems-​Zeitung.

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