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Trauer in Schwäbisch Gmünd: Stadtspitze sagt Teilnahme an den Fasnetsveranstaltungen ab

Foto: hs

Auch die Gemeinderatssitzung am Mittwoch stand unter dem Eindruck des immer noch unfassbaren Spielplatz-​Unglücks, bei dem in der vergangenen Woche ein dreijähriger Bub sein Leben verlor. Namens der gesamten Stadtspitze bat Erster Bürgermeister Dr. Joachim Bläse um Verständnis, dass es in diesem Jahr keine Teilnahme der Gmünder Bürgermeisterriege an den bevorstehenden Fasnetsveranstaltungen gebe.

Donnerstag, 30. Januar 2020
Heino Schütte
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Erster Bürgermeister Dr. Joachim Bläse brachte auch namens des im Urlaub weilenden OB Richard Arnold und Bürgermeister Julius Mihm das tief empfundene Mitgefühl für die Familie des Buben, für die Kindergarten-​Gemeinschaft Regenbogenland und auch die ganz persönliche Betroffenheit der Stadtspitze zum Ausdruck.
Er bat um Verständnis, dass er, OB Arnold und Bürgermeister Mihm nach diesem furchtbaren Ereignis nicht in die Tagesordnung der Repräsentationsaufgaben der unmittelbar bevorstehenden närrischen Tagen wechseln könnten. Die gesamte Stadtspitze habe sich deshalb entschieden, den Veranstaltungen wie Prunksitzung, Guggenmusikfestival und Fasnetsumzug fernzubleiben. Beim traditionellen Rathaussturm am Schmotzigen Donnerstag werde man sich von Hauptamtsleiter Helmut Ott vertreten lassen.
In seiner Stellungnahme vor dem Gemeinderat bekannte Dr. Joachim Bläse offenherzig, dass er immer noch mit den Tränen kämpfen müsse. Am Freitag sei das Kind zu Grabe getragen worden. Es habe zwischenzeitlich auch wiederholt Gespräche mit den Eltern und dem Regenbogenland-​Team gegeben. Es gebe unglaubliches Leid; die Betroffenen hätten eine schwere Last zu tragen. „Es fehlen die Worte, es gibt keinen Ausgleich für den Verlust eines Kindes.“ Die Stadtverwaltung wolle versuchen, weiterhin Beistand zu leisten. Viele kleine Schritte und eine lange Zeit werde notwendig sein, um Trauer und Schock zu überwinden, wenn überhaupt.

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