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Samstagsreportage: Voodoopriester trifft auf Naturgeist

Foto: Kessler

Schwäbisch Gmünd gilt als das Mekka der Guggenmusik. Neben den schrägen Tönen zählen die farbenfrohen Kostüme zu den Markenzeichen der Guggen – auch bei den „Gmendr Gassafetza“ und der „Freiwilligen Guggenmusik Überdruck“ aus Wetzgau. Während die Gassafetza in diesem Jahr ihr neues Häs mit dem Motto „Voodoopriester“ präsentierten, steht bei „Überdruck“ aus Wetzgau 2021 die nächste Kostümvorstellung an.

Freitag, 31. Januar 2020
Timo Lämmerhirt
1 Minute 2 Sekunden Lesedauer

Die fünfte Jahreszeit ist bereits in vollem Gange. Auch in Schwäbisch Gmünd, das als Mekka der Guggenmusik gilt und seine Bekanntheit als Guggenhochburg am übernächsten Wochenende untermauern wird, wenn zum 37. Mal das Internationale Guggentreffen stattfindet. Zu den 20 Gruppen mit über 800 Musikern aus der Schweiz, Liechtenstein und Deutschland zählen am 15. und 16. Februar auch wieder die „Gmendr Gassafetza“ und die „Freiwillige Guggenmusik Überdruck“ aus Wetzgau.
Neben der lauten, schrägen, energiegeladenen und mitreißenden Musik sind es die originellen, farbenprächtigen und fantasievollen Kostüme, die die Guggenmusik ausmachen. Sowohl für die Ohren als auch für die Augen wird dabei einiges geboten.
Vor drei Wochen haben die „Gmendr Gassafetza“ auf dem Gmünder Marktplatz vor rund 500 Zuschauern ihr insgesamt 14. Kostüm seit 1986 mit dem Motto „Voodoopriester“ präsentiert. „Die Kostümvorstellung hat eingeschlagen wie eine Bombe“, blickt Markus Cumpl freudestrahlend zurück. „So viele Leute wie noch nie warteten auf unsere neuen Kostüme“, so der Gassafetza-​Präsident. Die älteste Gmünder Guggenmusik ließ sich von der ursprünglichen Religion des Voodooglaubens inspirieren. Hierbei stellen Tiere und Konsumgüter die Opfergaben dar, weshalb zahllose Schädel, Knochen, Federn und Perlen das neue Häs prägen. (Text ist von Alexander Vogt)

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