Direkt zum Inhalt springen

Nachrichten Schwäbisch Gmünd

Auch im Frühjahr 2021 keine Vesperkirche in Gmünd

Foto: gbr

Die evangelische Landeskirche hat einen Rahmen vorgegeben, im dem trotz der Pandemie Vesperkirchen stattfinden können. Dekanin Ursula Richter hat zwar stets sehr viel Herzblut in diese Veranstaltung investiert; auch der Vorsitzende des Kirchengemeinderats, Wolfgang Schmidt, würde liebend gerne dabei aktiv sein – und doch hat man sich in Gmünd entschlossen, die fürs Frühjahr terminierte Vesperkirche schon jetzt abzusagen.

Mittwoch, 11. November 2020
Gerold Bauer
1 Minute 34 Sekunden Lesedauer

„Wir gehen unseren eigenen Weg!“ sagt dazu Dekanin Ursula Richter im Gespräch mit der Rems-​Zeitung und räumt im gleichen Atemzug ein, wie sehr sie eigentlich für die Idee, die hinter den Vesperkirchen steht, emotional brennt.

Warum man in Gmünd gute Gründe hat, für die Absage, steht am 11. November in der Rems-​Zeitung. Die RZ hat darüber hinaus diese Entscheidung kommentiert:

Hinterher wäre es schlicht zu spät
THEMA: Warum die Absage der Vesperkirche gut und richtig ist
Von Gerold Bauer
Als Dekanin Ursula Richter im Frühjahr als eine der ersten Amtspersonen im Gmünder Raum die Reißleine zog und mit der Vesperkirche eine bedeutende und sehr beliebte Veranstaltung absagte, wurde das von vielen zunächst mit heftigem Kopfschütteln quittiert. Die Geistliche war damals ihrer Zeit um einige Wochen voraus und ahnte, dass Corona mehr sein wird als eine „schwere Grippe“. Und sie tat daher das, was man gemeinhin als „vorausschauend“ bezeichnet.
Zwar kann niemand die Zukunft zuverlässig vorhersagen – und Pfarrerinnen und Pfarrer sind zwar Verkünder von Gottes Wort, aber deshalb noch lange keine Propheten. Allerdings man kann sich unter Berücksichtigung bekannter Fakten und in weiser Voraussicht sehr wohl verschiedene Szenarien über das künftige Geschehen ausmalen.
Und wenn es dabei mehrere Möglichkeiten gibt, machen die Dummen auf Ignoranz und die Optimisten agieren nach dem Prinzip, dass schon alles gut gehen wird. Die Vorsichtigen jedoch üben sich lieber in Selbstbeschränkung und Zurückhaltung, als dass sie durch Leichtsinn ein Risiko eingehen.
Besonnenheit ist nicht zuletzt dann immer eine kluge Wahl, wenn noch zu viele Fragezeichen im Raum stehen und das eigene Tun eine so große Tragweite hat, dass im schlimmsten Fall andere schwer unter den Folgen einer Fehlentscheidung leiden würden.
Vorsicht ist eben besser als Nachsicht – denn hinterher mit gesenktem Kopf zu sagen „Hätte ich doch bloß …“ wäre schlicht zu spät!

Welcher Meinung sind Sie?
Diskutieren Sie mit uns unter
face​book​.com/​r​e​m​s​z​e​itung oder
schreiben Sie eine Mail an
redaktion@​remszeitung.​de

Interesse an der kompletten Digitalausgabe?
Die Rems-Zeitung gibt es auch online im Direktkauf bei iKiosk

14 Tage kostenlos und unverbindlich testen?
Das RZ-Probeabo - digital oder klassisch mit Trägerzustellung

933 Aufrufe
378 Wörter
22 Tage 8 Stunden Online

Beitrag teilen

schauorte zwischen Wald und Alb
Schwäbisch GmündNachrichten und Tipps im Remstal

#gemeinsam - Lieferdienste und Hilfsangebote
Corona-Hilfsangebote zwischen Wald und Alb


QR-Code
remszeitung.de/2020/11/11/auch-im-fruehjahr-2021-keine-vesperkirche-in-gmuend/